Niederlage vor Gericht: Pechstein muss auf Förderung verzichten

Trotz ihrer Erfolge bei der WM gibt es künftig keine Spitzenförderung mehr für Eisschnellläuferin Claudia Pechstein. Die 39-Jährige scheiterte mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Berlin. Sie kann aber noch Beschwerde bei der nächsthöheren Instanz einlegen.

Eisschnelllaufstar Pechstein: Kein Anspruch auf Spitzenförderung mehrZur Großansicht
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Eisschnelllaufstar Pechstein: Kein Anspruch auf Spitzenförderung mehr

Hamburg - Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat keinen weiteren Anspruch auf die Spitzenförderung der Bundespolizei. Die 36. Kammer des Verwaltungsgerichts Berlin wies einen entsprechenden Eilantrag der fünfmaligen Olympiasiegerin zurück. Es sei schon fraglich, "ob die Antragstellerin sich auf ein subjektives Recht auf Aufnahme in die Sportförderung berufen" könne. Diese liege nämlich vorrangig im öffentlichen Interesse, hieß es in der Begründung am Dienstag.

Gegen den Beschluss will die 39-Jährige Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einlegen. Pechstein hat nach ihrem Comeback nach zweijähriger Sperre wegen erhöhter Blutwerte derzeit Urlaub. Die Berlinerin hatte bei der WM vor gut zwei Wochen in Inzell zwei Bronzemedaillen gewonnen. Anschließend erklärte ihr langjähriger Trainer Joachim Franke mit 70 Jahren seinen Rücktritt aus Altersgründen.

Pechstein liegt seit längerem mit ihrem Arbeitgeber, dem Bundesinnenministerium, im Streit. So verlangt die Bundespolizei, dass die Läuferin ihren Dienst antritt und stattdessen auf Training für ihren Sport verzichtet. Der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte Pechstein kritisiert, nachdem diese sich für ihren Beruf hatte krankschreiben lassen - und sich gleichzeitig auf die Weltmeisterschaft vorbereitet hatte.

aha/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
weaushl 29.03.2011
Fr. Pechstein sollte man ruhig wieder richtig Dienst schieben. Ist sowieso recht merkwäürdig diese Sache : Krank aber Training...Man muß wohl nur gute Ärzte haben....und einen trägen Dienstherrn. Hoffentlich verliert sie auch vorm [...]
Fr. Pechstein sollte man ruhig wieder richtig Dienst schieben. Ist sowieso recht merkwäürdig diese Sache : Krank aber Training...Man muß wohl nur gute Ärzte haben....und einen trägen Dienstherrn. Hoffentlich verliert sie auch vorm Oberverwaltungsgericht. Und muß endlich wieder Ihren Arbeitsplatz ausfüllen.
hierro 29.03.2011
Ein Gerichtsentscheid und, die Lob verdient. Auch eine prominente Schlittschuhläuferin sollte sich an Regeln halten und dazu gehört auch, dass eine Spitzenförderung nicht unendlich währt. So ist es eigentlich eine klare Sache, [...]
Zitat von sysopTrotz ihrer Erfolge bei der WM gibt es künftig keine Spitzenförderung mehr für Eisschnellläuferin Claudia Pechstein. Die 39-Jährige scheiterte mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Berlin. Sie kann*aber noch Beschwerde bei der nächsthöheren Instanz einlegen. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/0,1518,753817,00.html
Ein Gerichtsentscheid und, die Lob verdient. Auch eine prominente Schlittschuhläuferin sollte sich an Regeln halten und dazu gehört auch, dass eine Spitzenförderung nicht unendlich währt. So ist es eigentlich eine klare Sache, dass die heftig kritisierte Sportlerin aus den neuen Bundesländern endlich wieder ihren Dienst antreten muss. Das angenehme Leben auf dem Eis kann nicht bis zur Unendlichkeit vom Steuerzahler finanziert werden. Zu dieser Einsicht sollte die bald vierzig Jahre alte Claudia Pechstein endlich gelangen. Denn ihre Karriere geht nun mal allmählich zu Ende und da ist es doch allemal sinnvoller, junge Talente zu fördern.
bpauli 29.03.2011
Bei einer längeren krankschreibung bezahlen die Krankenkassenkassen doch etwas Lohnersatz. Die Kasse muss ihn zurückverlangen, auch der Arbeitgeber das Gehalt. Ich finde es unverschämt, krank zu machen, um sich in Ruhe [...]
Bei einer längeren krankschreibung bezahlen die Krankenkassenkassen doch etwas Lohnersatz. Die Kasse muss ihn zurückverlangen, auch der Arbeitgeber das Gehalt. Ich finde es unverschämt, krank zu machen, um sich in Ruhe ausschliesslich auf einen sportlichen Wettkampf vorzubereiten. Wer so den Arbeitgeber und die Kassen betrügt, hat auch keine Skrupel, seine Konkurrenten mit Doping zu betrügen. -bpauli
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  • Dienstag, 29.03.2011 – 13:44 Uhr
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