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Nordische Kombination in Schonach: Frenzel siegt nach deutschem Protest

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AP/dpa

Eric Frenzel

Eric Frenzel hat den Weltcup der Kombinierer in Schonach gewonnen - mit einiger Verzögerung. Eigentlich beendete Frenzel das Rennen als Zweiter. Konkurrent Magnus Krog wurde jedoch nachträglich disqualifiziert.

Nach einem Protest hat Eric Frenzel beim Weltcup der Nordischen Kombinierer für den ersten deutschen Sieg in Schonach seit 29 Jahren gesorgt. Zwar kam der Gesamtweltcupsieger knapp hinter dem Norweger Magnus Krog ins Ziel; allerdings disqualifizierte die Jury Krog, weil dieser Frenzel in der letzten Kurve den Weg abgeschnitten hatte.

Dadurch platzierten sich drei weitere Deutsche in den Top-Sieben. Fabian Rießle wurde Vierter, Johannes Rydzek kam auf Platz sechs vor Manuel Faißt. Es war Frenzels achter Saisonsieg, womit er eine persönliche Bestmarke aufstellte.

Bereits am Freitag hatte in der Team-Entscheidung Norwegens Schlussläufer kurz vor dem Ziel seinen deutschen Kontrahenten behindert. Ein deutscher Protest gegen diese Aktion war aber erfolglos geblieben.

Im Einzel stand Bundestrainer Hermann Weinbuch kurz nach dem Rennen einem weiteren Einspruch zunächst skeptisch gegenüber. "Das war am Rande der Legalität, aber da werden wir nichts machen können. Die Norweger sind mit allen Wassern gewaschen", sagte Weinbuch in der ARD und Frenzel meinte: "Das war ein bisschen ärgerlich, weil mir Schwung verloren gegangen ist."

1987 hatte Hubert Schwarz als bislang letzter deutscher Kombinierer den Schwarzwald-Pokal gewonnen.

mon/dpa

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Rebierhcs 05.03.2016
Schon in den Live-Bildern habe ich mich aufgeregt, wie der Krog da reinzog und dem Frenzel in die Ski fuhr, so dass dieser abbremsen musste. Den Kommentatoren bei Eurosport schien das gar nicht aufgefallen zu sein, es war deutlich zu sehen, dass Frenzel dadurch in seinem Schwung gebremst wurde und er erst neu Schwung aufnehmen musste. Eine klare Behinderung. Krog hätte den weiteren Weg wählen müssen und war in der Endgeschwindigkeit offensichtlich langsamer, so dass Frenzel ohne Schwungverlust gewonnen hätte. Schön das dem Protest stattgegeben wurde, die Norweger fahren in der Kombi die Rennen schon sehr grenzwertig in der Aggressivität.
2. Wobei man der Jury in beiden Fällen
Lankoron 05.03.2016
recht geben muss. Heute war es eine klare Behinderung, gestern hingegen war der Norweger klar vor und hat seine Richtung nicht verändert. Wäre Riesle einfach die glattere Kurve auf die linke Bahn gefahren, hätte er gewonnen...
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