Nordische Ski-WM Deutsche Kombinierer gewinnen Silber im Team-Wettbewerb

Die Entscheidung fiel auf den letzten Metern: In einem dramatischen Schlusssprint haben die deutschen Kombinierer die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb vor Österreich geholt. Gold ging an Norwegen.

Joergen Graabak (links), Fabian Rießle (rechts) und Franz-Josef Rehrl
DPA

Joergen Graabak (links), Fabian Rießle (rechts) und Franz-Josef Rehrl


Das deutsche Quartett der nordischen Kombinierer hat im Team-Wettbewerb bei der Nordischen Ski-WM nach dem Springen auf der Großschanze und 4x5 Kilometer die Silbermedaille gewonnen. Nach einem spannenden Dreikampf mit Österreich und Norwegen mussten sich Johannes Rydzek, Eric Frenzel, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger den Norwegern mit einer Sekunde Rückstand geschlagen geben. Österreich wurde Dritter (+5,0 Sekunden). Die Entscheidung fiel im Schlusssprint.

Die deutschen Kombinierer gingen als Vierte nach dem Springen in das Rennen über 4x5 Kilometer. Das Quartett hatte 41 Sekunden Rückstand auf die erstplatzierten Österreicher, die auf der Toni-Seelos-Schanze eine Sekunde vor Japan lagen. Auf dem Bronzerang folgte das Team aus Norwegen, das 24 Sekunden vor Deutschland startete.

Nach einem völlig überraschenden Einbruch von Staffel-Startläufer Rydzek sah es zunächst so aus, als würde es für das deutsche Team nur noch um Bronze gehen, doch dann übernahm Eric Frenzel und holte den Rückstand auf. Rießle hielt den Anschluss, Schlussläufer Geiger verlor auf den letzten 300 Metern in der Loipe gegen den Norweger Jarl Magnus Riiber, der mit einem starken Spurt den WM-Titel für das Team und sich selbst das zweite Gold sicherte.

"Schwarz vor Augen"

"Es war unglaublich spannend. Wir waren zweimal schon tot, und haben doch noch um Gold gekämpft. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, wir haben Silber gewonnen", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch im ZDF: "Wir waren heute ein Team, es ist immer jemand in die Bresche gesprungen. Wenn einer mir vor der WM gesagt hätte, wir holen zwei Gold und ein Silber, dann wäre ich aus allen Wolken gefallen."

"Von der letzten halben Runde weiß ich eigentlich nichts mehr", sagte Rydzek nach dem Rennen im ZDF. Ihm sei während des Laufs "schwarz vor Augen" geworden.

Die Mannschaft von Bundestrainer Weinbuch hatte in dieser Besetzung bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Gold geholt. Auch bei der Nordischen Ski-WM war Deutschland Titelverteidiger.

Zeitplan, Ergebnisse, Favoriten: Hier lesen Sie alle wichtigen Informationen über die Nordische Ski-WM 2019.

ngo/dpa



insgesamt 1 Beitrag
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Seite 1
leser66in 02.03.2019
1. Unwürdig
Bis zum 4. Wechsel war es ein spannendes Rennen. Dann hat ein unwürdiges Taktieren das Ganze zur Farce werden lassen. Schade, dass die Deutschen die Spielchen der Norweger und Österreicher mitgemacht haben.
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