Nordische Ski-WM: Deutsche Langläufer verpassen Team-Medaillen

Jens Filbrich und Tim Tscharnke haben die Medaillenränge im Teamsprint verpasst. Das deutsche Langlauf-Duo kam nach einem packenden Finish als Vierter ins Ziel. Auch die DSV-Frauen schaffte es nicht aufs Podest. Stefanie Böhler und Nicole Fessel wurden Siebte.

DSV-Läuferin Fessel: Platz sieben im Teamsprint Zur Großansicht
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DSV-Läuferin Fessel: Platz sieben im Teamsprint

Hamburg - Die deutschen Langläufer warten bei der nordischen Ski-WM in Oslo auch nach acht Wettbewerben auf eine Medaille. Der Olympazweite Tim Tscharnke hat mit seinem neuen Partner Jens Filbrich als Vierter beim WM-Teamsprint ebenso die Spitzenränge verpasst wie Stefanie Böhler und Nicole Fessel, die Siebte wurden.

Den Titel bei den Männern sicherte sich Kanada mit Devon Kershaw und Alex Harvey vor Titelverteidiger Norwegen (Petter Northug und Ola Vigen Hattestad) und Russland (Alexander Pantschinski und Nikita Kriukow), das 0,4 Sekunden vor dem deutschen Duo lag.

Tscharnke wählte auf der Zielgerade die Position hinter Norwegens Schlussläufer Hattestad, der jedoch nicht die höchste Endgeschwindigkeit entwickelte. So konnte der Russe Kriukow auf der Außenbahn an Tscharnke, der im Vorjahr gemeinsam mit Axel Teichmann Olympia-Silber gewonnen hatte, vorbeiziehen. "Für mich ist in diesem Moment die Welt zusammengebrochen. Ich habe uns schon auf dem Podest gesehen", sagte Filbrich.

Bei den Frauen lag Schweden mit Ida Ingemarsdotter und Charlotte Kalla vor Titelverteidiger Finnland (Aino Kaisa Saarinen und Krista Lahteenmaki) und Norwegen, das ohne die dreimalige Oslo-Weltmeisterin Marit Björgen mit Maiken Caspersen Falla und Astrid Uhrenholdt Jacobsen Bronze holte.

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver hatten die deutschen Teams noch Gold bei den Frauen sowie Silber bei den Männern gewonnen. Damals bildeten noch die diesmal für die Staffel geschonte Evi Sachenbacher-Stehle und die inzwischen abgetretene Claudia Nystad das Erfolgsduo. Tscharnke war damals mit Axel Teichmann am Start, der ebenfalls Kräfte für die Staffel sparen sollte. Außerdem wurde am Holmenkollen in der klassischen Technik gelaufen, im vergangenen Jahr im freien Stil.

luk/sid/dpa

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