Rio 2016 Auch Flüchtlinge sollen bei Olympischen Spielen starten

Sie sind auf der Flucht vor Gewalt oder Unterdrückung im eigenen Land - und starten doch bei den Spielen in Rio de Janeiro. Das IOC hat ein Flüchtlingsteam gegründet.

Olympische Flagge
AP

Olympische Flagge


Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro wird ein Team von Flüchtlingen an den Wettkämpfen teilnehmen. Diese werden nicht für ihr Heimatland, sondern unter der Flagge des Internationalen Olympischen Komitees starten.

"Ich bin glücklich, dass ich heute die Gründung des olympischen Teams der Flüchtlinge bekannt geben kann", sagte IOC-Präsident Thomas Bach am Mittwoch in Lausanne. Die Mannschaft startet in Rio laut Bach unter denselben Bedingungen wie alle anderen. "Wir wollen damit ein Zeichen der Hoffnung an alle Flüchtlinge auf der ganzen Welt senden", sagte Bach.

Nach Plänen des IOC sollen die Flüchtlinge im olympischen Dorf genauso ein Zuhause finden wie die anderen 11.000 Athleten aus insgesamt 206 Nationalen Olympischen Komitees. Derzeit umfasst das Team 43 Kandidaten, diese sollen bei ihrer Qualifikation für Rio durch das IOC unterstützt werden.

Wie Bach weiter betonte, werde das Team Refugee Olympic Athletes (ROA) genauso Trainer und auch einen Chef de Mission erhalten wie alle anderen Mannschaften. Bei der Eröffnungsfeier wird es als vorletzte Mannschaft vor Gastgeber Brasilien einmarschieren. Bach sprach von fünf bis zehn Athleten, die es am Ende für die Mannschaft nach Rio schaffen könnten, wollte sich aber auf keine Zahl festlegen lassen.

"Das hängt von der sportlichen Qualifikation ab", sagte der 62-Jährige. Das Team werde bei der nächsten Sitzung des Exekutivkomitees des IOC im Juni in Lausanne bekannt gegeben.

bka/dpa/sid

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