Olympia 2018 kompakt Das war der Tag in Pyeongchang

Glück und Pech fürs deutsche Team: Die nordischen Kombinierer jubelten über ihren Dreifach-Triumph, im Biathlon scheiterte die Mixed-Staffel an den Nerven des letzten Mannes.

Deutsches Kombinierer-Trio Rydzek, Rießle, Frenzel
REUTERS

Deutsches Kombinierer-Trio Rydzek, Rießle, Frenzel


Nordische Kombination, Großschanze, Männer

Gold, Silber und Bronze - in der Nordischen Kombination von der Großschanze haben die Deutschen aufgetrumpft. Johannes Rydzek kam als Sieger durchs Ziel und sicherte sich seine erste olympische Goldmedaille. Silber ging an Fabian Rießle. Eric Frenzel gewann nach seinem Triumph von der Normalschanze Bronze.

Das deutsche Trio hatte in der Loipe die Verfolgung von Akito Watabe aufgenommen, der nach dem Springen in Führung lag. Am Ende war der Norweger Jarl Magnus Riiber an den Fersen von Rydzek, Rießle und Frenzel, konnte sich aber nicht mehr zwischen die Deutschen schieben.

Fotostrecke

16  Bilder
Olympia - Tag elf in Bildern: Auf Biegen und Brechen

Die weiteren Entscheidungen des Tages:

Biathlon, Mixed-Staffel

Zwei Fehler im Liegen und drei im Stehen waren für Arnd Peiffer zu viel, um die Führung in der Mixed-Staffel zu behaupten. Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier und Erik Lesser hatten für das deutsche Quartett eine komfortable Führung herausgelaufen. Schlussmann Peiffer versagten die Nerven am Gewehr.

Am Ende siegte Frankreich, was für deren Schlussläufer Martin Fourcade die dritte Goldmedaille in Pyeongchang bedeutet. Der 29-Jährige ist nun der erfolgreichste Olympia-Teilnehmer in der Geschichte seines Heimatlandes. Den zweiten Platz holte sich Norwegen. Der Italiener Dominik Windisch besiegte Peiffer im Schlusssprint. Das deutsche Trainerteam beanstandete noch das raumgreifende Verhalten des Südtirolers vor dem Zieleinlauf, der Protest wurde jedoch abgewiesen.

Eishockey, Viertelfinal-Qualifikation, Herren

26 Sekunden lief die Verlängerung, dann traf Yannic Seidenberg und brachte die deutschen Eishockey-Spieler in der Partie gegen die Schweiz ins Viertelfinale. Am Ende eines intensiven Spiels stand es 2:1 für die DEB-Auswahl. Der Viertelfinaleinzug ist der größte Triumph eines deutschen Eishockey-Teams bei Olympia seit 16 Jahren. In der nächsten Runde wartet Weltmeister Schweden (Mittwoch, 13.10 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Den Skandinaviern musste sich die Mannschaft um Führungsspieler Christian Ehrhoff in der Gruppenphase knapp 0:1 geschlagen geben.

Bobsport, Zweierbob, Frauen

Zwei Läufe fanden heute im Zweierbob der Damen statt und es lief gut für die deutschen Teilnehmerinnen. Mariama Jamanka und Lisa Marie Buckwitz lagen am Ende des Tages auf Platz eins. Stephanie Schneider und Annika Drazek fuhren auf den dritten Rang. Dazwischen lag nur der Bob von US-Pilotin Elana Meyers Taylor. Lauf drei und vier finden am Mittwoch statt (12.40 UHR, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Medaillenspiegel 2018
Platz
Land
Gesamt
1
Norwegen
14
14
11
39
2
Deutschland
14
10
7
31
3
Kanada
11
8
10
29

Diese Highlights kommen am Mittwoch

Ski alpin, Abfahrt, Damen

Großes Finale für Lindsey Vonn: Zwar sorgte sie bei diesen Spielen bereits für Gesprächsstoff, eine Medaille konnte sie jedoch noch nicht gewinnen. Das kann sie am Mittwoch in ihrer Paradedisziplin, der Abfahrt, ändern (3 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Die 33-Jährige geht als Favoritin ins Rennen, schließlich ist sie in den Speed-Disziplinen seit Jahren das Maß aller Dinge. Gold in der Abfahrt gelang ihr zuletzt 2010 in Vancouver, die Spiele in Sotschi 2014 verpasste sie. Die Abfahrt könnte ihre letzte Chance auf eine weitere Goldmedaille bei Olympia sein.

Skilanglauf, Team-Sprint, Damen

Die Favoriten kommen aus Skandinavien: Schweden und Norwegen werden den Team-Sprint der Langläuferinnen voraussichtlich unter sich ausmachen (11 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). In der Staffel hatten die Norwegerinnen um Marit Björgen noch die Nase vorn, im Sprint könnte Schweden die Revanche gelingen, denn hier sind die Kräfteverhältnisse leicht verschoben. Bereits in der Einzeldisziplin hatte die Schwedin Stina Nilsson die Norwegerin Maiken Caspersen Falla hinter sich gelassen und Gold gewonnen.

Skilanglauf, Team-Sprint, Herren

Bei den Herren scheint eine weitere Goldmedaille für Norwegen hingegen wahrscheinlich (11.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Johannes Høsflot Klæbo dominierte bereits die Einzelausscheidung. Auch das Team zeigte beim Staffel-Gold, dass Qualität in der Breite vorhanden ist. Dahinter ist das Rennen zwischen Italien, Frankreich und den Athleten aus Russland offen. Für Italien spricht, dass ihr stärkster Läufer Federico Pellegrino bereits im Einzel zu Silber lief.

tip

insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
M. Vikings 20.02.2018
1. Menschenkegeln auf Schlittschuhen.
Die Shorttrackstaffel der Damen war wieder Super. Wenn mehr Sportler mit dem Hintern auf dem Eis durchs Oval rutschen, als auf Schlittschuhen laufen, dann ist Shorttrack-Staffel. Und am Ende rasten die Teams völlig aus, die eigentlich als letzte ins Ziel kommen, aber von der Vidiojury zu Medaillengewinnern erklärt werden. Heute gab es nach Disqualifikationen Silber und Bronze für die letzten, die ins Ziel kamen. Südkorea hatte wie immer gewonnen, die Halle stand Kopf. Ich freue mich schon auf die Staffel der Männer. Dabei sein ist alles.
Gottfried 20.02.2018
2. Staffel Drama
Jeder Sportler sollte so viel Arsch in der Hose haben, dass an zu erkennen. Herr Pfeifer hat den Erfolg vergeigt und er hatte auf der Zielgeraden nicht die Spur einer Chance. Ein Protest ist nur dort gerechtfertigt wo ein wirklicher Verstoß gegen das Reglement vor liegt, hier war wieder einmal der Wunsch der Vater des Gedanken. Freunde schafft man sich damit, auf jeden Fall keine. Die Kommentare in der Deutschen Presse zu diesen Vorfall sind beschämend.
M. Vikings 20.02.2018
3. Die Argumentation kann ich nicht nachvollziehen.
Zitat von GottfriedJeder Sportler sollte so viel Arsch in der Hose haben, dass an zu erkennen. Herr Pfeifer hat den Erfolg vergeigt und er hatte auf der Zielgeraden nicht die Spur einer Chance. Ein Protest ist nur dort gerechtfertigt wo ein wirklicher Verstoß gegen das Reglement vor liegt, hier war wieder einmal der Wunsch der Vater des Gedanken. Freunde schafft man sich damit, auf jeden Fall keine. Die Kommentare in der Deutschen Presse zu diesen Vorfall sind beschämend.
Die Jury hat nicht über die Schießleistung eines Herrn Peiffers zu entscheiden, und auch nicht darüber ob Herr Peiffer eine Chance hatte oder nicht. Sie hat einzig und allein über die Regelkonformität zu entscheiden. Hier nochmal die Begründung des Sprechers der Jury: "Er ist nicht behindert worden, er konnte zu jeder Zeit Vollgasfahren." Das stimmt aber so nicht. Er musste die Spurwechseln und einen Umweg fahren, um das Gas zu geben was er noch im Tank hatte. Und das ist nicht Regelkonform. Arndt Peiffer zu Dominik Windisch in der Umkleide: "Warum fährst Du nicht einfach geradeaus? Wo ist Dein Promblem?" Das sagt eigentlich alles. Es gab überhaupt keinen Grund für Windisch so kurz vor dem Ziel die Spur zu wechseln, außer Peiffer zu behindern. Peiffer hatte sich wohl, ohne den Spurwechsel von Windisch direkt vor seine Nase, noch eine Chance ausgerechnet. Seine Skier waren besser prepariert und deutlich schneller, das konnte man auf der Strecke sehen.
peterw 20.02.2018
4. Nicht rumjammern, Pfeiffer!
Erst Gold, dann Silber und dann Bronze hat er selbst verballert. Es war eh mehr Glück als sonstwas, dass Arnd Pfeiffer mit Windisch überhaupt um Bronze kämpfen dürfte. Das gilt es auch mal zu akzeptieren!
mariechengruen 20.02.2018
5. Peiffer mit zwei F
Der Herr heißt Peiffer nicht Pfeiffer. Wenn man ihn schon so „fachkundig“ kritisieren will wie so manche Kommentatoren hier dann doch bitte mit dem korrekten Namen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.