Biathlon-Mixed-Staffel Fünf Fehlschüsse - Schlussläufer Peiffer vergibt die Führung

Die deutschen Biathleten haben in der Mixed-Staffel das Podest verpasst. Laura Dahlmeier brachte das Quartett in Führung, Arnd Peiffer zeigte als Schlussläufer Nerven.

Arnd Peiffer
REUTERS

Arnd Peiffer


Die deutsche Mixed-Staffel hat nach langer Führung nur den vierten Platz belegt. Arnd Peiffer leistete sich als Schlussläufer fünf Schießfehler und verlor gleich drei Plätze. Gold holte sich das französische Quartett um Martin Fourcade, dahinter landete Norwegen. Bronze ging nach einem dramatischen Schlusssprint an Italien - trotz des Protests durch das deutsche Trainerteam.

Nach einem soliden Start von Vanessa Hinz eroberte Laura Dahlmeier die Führung für das deutsche Quartett. Erik Lesser übergab den ersten Platz an Arnd Peiffer. Der tat sich jedoch im Schießen überraschend schwer. Im Liegen erlaubte er sich zwei Fehler und fiel hinter den Franzosen Martin Fourcade zurück. Im Stehen verschoss er gleich drei Mal und musste in die Strafrunde. Auch Norwegen zog vorbei.

Das restliche Rennen duellierte sich Peiffer, der erst am Morgen überraschend für Simon Schempp in die Staffel gerückt war, mit Dominik Windisch aus Italien. Ihm musste er sich im Zielsprint geschlagen geben. Das deutsche Trainerteam reklamierte eine Behinderung von Pfeiffer durch Windisch auf der Zielgeraden. Der Protest wurde jedoch abgewiesen.

tip



insgesamt 24 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
zaunreiter35 20.02.2018
1. Mon dieu!
Wenn auch keine Einzel- so hat Marie wenigstens eine Staffel-Medaille gewonnen. Und die glänzt gülden - so kann sich Madame Dorin-Habert auch Olympiasiegerin nennen. Und die Italiener mit Bronze. Kann ich mir erst heut abend in der Mediathek anschauen, deshalb kann ich das nicht beurteilen, ob der deutsche Protest berechtigt abgewiesen wurde.
vorsicht11 20.02.2018
2. Schade..
Vor allem für die anderen deutschen Staffelstarter. Hätte Peiffer mehr Erfahrung zugetraut. Trotzdem war das ein Verstoß gegen die klaren Regeln durch den Italiener am Schluss! Wenn das egal ist, dann braucht’s keine Regeln! Und das Argument, Peiffer hätte es sowieso nicht geschafft, zieht nicht, oder legt man die Regel erst später aus? Sonst könnte ja starke gegen vermeintlich schwache Sprinter bis vor der Ziellinie machen, was sie wollen! Und auch die 0,3s, die es trotz Behinderung im Ziel nur ausmachten, sprechen nicht dafür, dass man in einem fairen Sprint nicht doch noch die Bronzemedaille für die 4 deutschen hätte holen können. Im übrigen: es hätte JEDE NATION bei dieser Unregelmäßigkeit Protest eingelegt, allein für die 3 toll kämpfenden Unbeteiligten. Schade! Fehlt nur noch die Info, dass beim Simon nicht wirklich Halsschmerzen vorlagen ;) Mir tun vor allem Vanessa und Erik leid! Holt euch eure verdiente Medaille in eurer jeweiligen Staffel!
M. Vikings 20.02.2018
3. Unverständlich.
Arndt Peiffer zu Dominik Windisch in der Umkleide: "Warum fährst Du nicht einfach geradeaus? Wo ist Dein Promblem." Das sagt eigentlich alles. Es gab sonst auch keinen Grund für Windisch so kurz vor dem Ziel die Spur zu wechseln, außer Peiffer zu behindern. Peiffer hätte sich wohl, ohne den Spurwechsel von Windisch direkt vor seine Nase, noch eine Chance ausgerechnet. Seine Skier waren besser prepariert, das konnte man auf der Strecke sehen. Ich habe nochmal in die IBU Regeln geguck. Behinderungen sind natürlich auf der ganzen Strecke verboten, aber Sonderegeln gibt es für die Zone vor dem Ziel die extra mit Spuren gekennzeichnet ist nicht.
mariakar 20.02.2018
4. Jeder kämpft, ob fair oder nicht, mögen die Bilder zeigen.
Zu was sind eigentlich die Markierungen vor dem Ziel da? Ich dachte immer, wenn man sich auf eine der drei Bahnen festgelegt hat, darf man nicht mehr wechseln? Scheint wohl nicht so zu sein. Dann war das wohl in der Vergangenheit einfach von den Biathleten immer fair, nicht mehr zu wechseln. Gentlemen-Agreement? Demnach hat sich Windisch daran wohl nicht gehalten. Aber Behinderung bleibt trotzdem Behinderung. Punkt. Windisch wird wohl bei seinen nächsten Auftreten in Ruhpolding und Oberhof ganz schön ausgepfiffen werden. Dann auch zurecht. Aber man muss auch eines klar sagen. Peiffer hat die Staffel vergeigt. Punkt. Waren die Verhältnisse am Schießstand so schwierig. Ich hatte nicht das Gefühl. Ihm ging eher der Popo auf Grundeis und die Angst vor der 2. Goldmedaille. Die erste kam ja überraschend für ihn. Wenn das einem jungen, unerfahren Biathleten passiert wäre, aber er hat doch so viel Erfahrung. So ist es halt. Freud und Leid liegen oft nah beieinander. Mir tut es nur für die "Nuller" leid. In der Staffel reisst man leider auch die anderen nieder.
heinzi55555 20.02.2018
5.
Dem Italiener braucht man keine Vorwürfe machen. Schuld, dass es keine Medallie gab , dafür ist ganz allein Pfeifer verantwortlich. Er hat eben nicht gut getroffen. Aber so ist Biathlon. Kopf hoch Arndt und nicht hängen lassen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.