Eisschnelllauf über 10.000 Meter Superstar Sven Kramer erlebt Olympia-Debakel

Die Goldmedaille war das Ziel - am Ende wurde es Platz sechs: Top-Eischnellläufer Sven Kramer muss weiter auf seinen Olympiasieg über 10.000 Meter warten. Für die Niederlande endete in Pyeongchang eine Erfolgsserie.

Sven Kramer
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Sven Kramer


Für Eisschnellläufer Sven Kramer hat sich der Traum von der ersten Goldmedaille über 10.000 Meter nicht erfüllt. Der 31-Jährige erreichte bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang nur Platz sechs. Der Niederländer konnte bisher acht olympische Medaillen gewinnen, zuletzt triumphierte er im Wettkampf über 5000 Meter (hier erfahren Sie mehr über den Superstar).

Der Sieg im 10.000-Meter-Rennen ging an Ted-Jan Bloemen aus Kanada. Er gewann in olympischer Rekordzeit von 12:39,77 Minuten. Sotschi-Olympiasieger Jorrit Bergsma aus dem Oranje-Team (12:41,99) holte Silber vor dem Italiener Nicola Tumolero (12:54,32). Damit endet die niederländische Siegesserie nach zuvor fünf Siegen in fünf Rennen bei diesen Winterspielen.

Der deutsche Hoffnungsträger Patrick Beckert ist leer ausgegangen. Der 27-Jährige belegte in 13:01,94 Minuten den siebten Platz und vergab seine zweite und größte Chance auf eine Medaille. Am Sonntag war Beckert als Zehnter über 5000 Meter deutlich an Edelmetall vorbeigelaufen.

jan



insgesamt 2 Beiträge
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mwroer 15.02.2018
1.
Wobei man sagen muss das Bloemen auch Niederländer ist und hier lange trainiert hat. Er hatte das Glück einen kanadischen Vater zu haben und für Kanada starten zu können. Was gut ist. Das Auswahlsystem bei uns ist relativ 'brutal' und berücksichtigt leider nicht die individuellen Qualitäten der Läufer. Daher ist es schön zu sehen das Jan den verdienten Erfolg woanders einfahren konnte! Ja schade für Sven Kramer. 2010 als Schnellster auf die falsche Bahn geschickt, 2014 knapp Gold verfehlt und heute nach eigenem Bekunden 'Ich war einfach schlecht heute'. Immerhin - ehrlich und immer fair :)
gumbofroehn 16.02.2018
2.
War wirklich ein sagenhaftes Rennen über die 10.000 m der Männer mit Hammerzeiten von Bloemen und Bergsma. Dass das niederländische System (welches Bloemen letzten Endes nach Kanada getrieben hat) so brutal ist (und sein) muss, hat schlicht mit der enormen Breite des Talentpools zu tun. Hier findet eine Bestenauslese statt, wie man sie hierzulande eher vom Fußball kennt. Man muss sich nur einmal die Ergebnisse der nierderländischen Olympia-Qualifikation von Ende Dezember ansehen (https://www.speedskatingnews.info/de/results/?eventID=37091). Auf den meisten Strecken ist da eine so ungeheuere Qualität und Breite vorhanden, davon träumt der Rest der Welt nur.
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