Olympia-Morgen-Update Was schon war - und was noch kommt

Widrige Wetterbedingungen, Stürze im Slopestyle, die Gold-Biathleten Dahlmeier und Peiffer vor ihren nächsten Rennen: Was in der Nacht geschehen ist, und was der Tag noch bringt - der Überblick.

Arnd Peiffer
AFP

Arnd Peiffer


Das geschah in der Nacht:

Ski alpin, Damen, Riesenslalom, abgesagt

Sie haben sich auf Viktoria Rebensburg und Mikaela Shiffrin zum Frühstück gefreut? Dann haben wir schlechte Nachrichten. Wie schon die Abfahrt der Herren hat der eisige Wind in den Bergen von Yongpyong auch die Läufe im Riesenslalom unmöglich gemacht. Die Rennen sollen am Donnerstag nachgeholt werden (1.30 und 5.15 Uhr deutscher Zeit). Wie die Polarwinde das alpine Programm durcheinanderwirbeln und was das für Athleten und Organisatoren bedeutet lesen Sie hier.

Snowboard, Damen, Slopestyle, Finale

Auch den Snowboarderinnen peitschte der Wind den Schnee um die Ohren. Kaum eine Sportlerin kam unter den extrem schwierigen Bedingungen im Phoenix Snow Park ohne Sturz im Ziel an. Im ersten Durchgang brachten lediglich fünf von 25 Starterinnen ihren Lauf reibungslos ins Ziel. Der Kampf um Gold geriet da längst zur Nebensache. Der Olympiasieg ging wie schon 2014 an die US-Amerikanerin Jamie Anderson. Laurie Blouin aus Kanada sicherte sich Silber vor der Finnin Enni Rukajärvi. Die Deutsche Silvia Mittermüller wollte zwar trotz Fiebers an den Start gehen, verletzte sich dann aber bei einem Trainingssprung kurz vor dem Finallauf am Knie.

Eiskunstlauf, Mixed, Team

Bereits vor der Kür der Eistänzer im Teamwettbewerb stand Kanada als Olympiasieger fest. Nach drei von vier Wettbewerbsteilen konnten die Olympischen Athleten aus Russland nicht mehr vorbeiziehen. Bronze ging an die USA. Das deutsche Team war vor dem Finale als Siebter ausgeschieden.

Curling, Mixed-Doubles

Bei der olympischen Premiere des Mixed-Doubles-Wettbewerbes steht Gold-Favorit Kanada als erstes Team im Finale. Der Gegner von Kaitlyn Lawes und John Morris, die sich gegen das norwegische Duo Kristin Skaslien und Magnus Nedregotten 8:4 durchsetzten, wird am Dienstag (12.05 Uhr) zwischen den olympischen Athleten aus Russland und der Schweiz ermittelt.

Das bringt der Tag:

Biathlon, Damen, zehn Kilometer Verfolgung, Finale

24 Sekunden - diesen komfortablen Vorsprung auf die Verfolger hat sich Laura Dahlmeier bei ihrem Sieg im Sprint verschafft. Die Erwartungen sind dementsprechend hoch, zumal Dahlmeier sich bei der WM 2017 nach dem Erfolg im Sprint in einen historischen Fünf-Titel-Rausch lief. Die 24-Jährige nimmt es locker: "Ich versuche, mich nicht rausbringen zu lassen. Erfahrungsgemäß gelingt mir das im Verfolger sehr gut", sagte Dahlmeier vor ihrem erklärten Lieblingsrennen. Los geht's um 11.10 Uhr (SPIEGEL ONLINE berichtet rund um die Uhr live von den Spielen).

Biathlon, Herren, 12,5 Kilometer Verfolgung, Finale

Bei den Herren wird Arnd Peiffer nach seinem überraschenden Sprint-Gold der Gejagte in der Verfolgung sein (13 Uhr). Darüber nachdenken wollte er zunächst nicht. Das habe er vor sieben Jahren gemacht, als er bei der WM 2011 Bronze knapp verpasst hatte. Damals habe er sich vorgenommen, "wenn ich jemals wieder zum Höhepunkt einen Sprint gewinne, dann ist mir der Verfolger bis zum nächsten Tag völlig egal. Dann freue ich mich einfach." Bestimmt nicht die schlechteste Einstellung. Zumal ja nicht nur Super-Skijäger Martin Fourcade einiges gutzumachen hat.

Skispringen, Damen, Normalschanze, Finale

Erst 2014 wurde Skispringen der Frauen ins olympische Programm aufgenommen. Carina Vogt sicherte sich damals das Premieren-Gold und geht auch in Südkorea als Mitfavoritin an den Start. Auch Katharina Althaus hat ab 13.50 Uhr gute Chancen auf eine Medaille. Vorausgesetzt der Wind spielt mit. Wobei - Andreas Wellinger hat ja ganz gute Erfahrungen mit widrigen Bedingungen gemacht.

Rennrodeln, Damen, Einsitzer, Lauf eins und zwei

Nach der Enttäuschung von Felix Loch gehen heute ab 11.50 Uhr die deutschen Frauen in die Eisrinne. Gleichzeitig wird dieser Wettbewerb das letzte große Duell von Olympiasieger Natalie Geisenberger und Weltmeisterin Tatjana Hüfner werden.

sak/sid/dpa

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