Olympia 2018 IOC-Exekutive vertagt Entscheidung in der Russland-Frage

Darf Russland an der Abschluss-Zeremonie der Winterspiele teilnehmen? Diese Frage bleibt auch nach der Exekutivsitzung des IOC unbeantwortet. Eine Entscheidung soll am Sonntag fallen.

IOC-Sprecher Mark Adams
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IOC-Sprecher Mark Adams


Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat sich auch einen Tag vor der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang nicht zu einer Entscheidung in der Russland-Frage durchringen können. Wie Sprecher Mark Adams bestätigte, werde erst am Sonntag bekannt gegeben, ob die "Olympischen Athleten aus Russland" zu der Zeremonie wieder unter ihrer Landesflagge einmarschieren dürfen.

"Es gab keine Entscheidung. Die Exekutivsitzung ist beendet", sagte Adams. Der Ausschuss unter Leitung von Präsident Thomas Bach hatte sich von der "Russia Implementation Group", die die Olympischen Athleten aus Russland in Pyeongchang beobachtet, informieren lassen.

Die Dopingfälle des russischen Curlers Alexander Kruschelnitzki und der Bob-Pilotin Nadeschda Sergejewa lassen eine Entscheidung pro Russland fraglich erscheinen. Die Exekutive wird am Sonntagmorgen erneut beraten, bevor um 9 Uhr alle IOC-Mitglieder in der Session zusammenkommen. Ob die Session noch zur Entscheidungsfindung beitragen wird, ist offen. Die Schlussfeier beginnt um 20 Uhr Ortszeit (12 Uhr MEZ).

Das IOC hatte das Russische Olympische Komitee (ROC) im Zuge des Staatsdopingskandals bei den Heim-Winterspielen in Sotschi für die Spiele in Südkorea suspendiert.

mru/sid



insgesamt 2 Beiträge
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mammamiaolympia 24.02.2018
1. Falsches Signal!
Die Russen gehören weiterhin ausgeschlossen, alles andere wäre eine Farce. Staatsdoping ist dermaßen un-olympisch, dass ein Olympia-Ausschluss durchgezogen werden sollte. Es ist noch zu zeitig, die Russen wieder offiziell als Länder-Team zu begrüßen (bzw. zu verabschieden). Die Frage ist weiterhin, wie es weitergeht. Was, wenn die bloß besser versteckt weitermachen? Investigativer Journalismus ist weiterhin gefragt! Wir sind nicht mehr im Kalten Krieg und ein fairer Wettbewerb ist auch für die Sportler wichtig, diese Medilamenten-Schluckerei kann doch nicht gesund sein.
knipps 24.02.2018
2. Aber die Russen...
...sagen doch, dass sie nicht gedopt haben.
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