Biathlon in Pyeongchang Bø hängt Fourcade ab

Gold für Johannes Thingnes Bø: Der Norweger hat sich im Einzel über 20 Kilometer durchgesetzt. Die deutschen Athleten gingen leer aus - so wie Top-Favorit Martin Fourcade.

Johannes Thingnes Bø
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Johannes Thingnes Bø


Johannes Thingnes Bø hat bei den Winterspielen in Pyeongchang das Einzelrennen der Biathleten gewonnen. Für den Norweger war es die erste olympische Goldmedaille seiner Karriere. Der dreimalige Weltmeister setzte sich nach 20 Kilometern trotz zweier Strafminuten mit 5,5 Sekunden Vorsprung vor den fehlerfreien Jakov Fak (Slowenien) und Dominik Landertinger (Österreich) durch. Top-Favorit Martin Fourcade verpasste die Medaillenränge, der Franzose wurde Vierter.

Damit entschied Bø das Duell der Top-Biathleten gegen Fourcade (2/+42,4 Sekunden) klar für sich. Der Norweger, Gewinner von acht der 15 Weltcup-Rennen in dieser Saison, hatte sich früh einen Fehler geleistet, war aber läuferisch wie üblich exzellent. Fourcade, sechs Siege, schoss zwei Fehler, der Sieger stand fest.

Die deutschen Biathleten haben im sechsten Rennen dieser Winterspiele erstmals die Medaillenränge verpasst. Nach zuvor fünf Medaillen gingen sie diesmal leer aus, schon nach gut der Hälfte des Rennens hatte niemand aus dem Quartett des Deutschen Skiverbandes mehr eine Chance auf das Podium. Erik Lesser landete mit einem Schießfehler auf dem neunten Platz und hatte 1:27,3 Minuten Rückstand auf Bø. Lesser hatte 2014 in Sotschi noch Olympia-Silber in diesem Wettbewerb gewonnen.

Arnd Pfeiffer wurde 21. (3/+2:25,8), Simon Schempp landete auf Rang 36, (4/+3:51,0), Johannes Kühn beendete seinen ersten Einsatz bei Olympia als 58 (6/+5:32,8).

mon/sid



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