Nur Platz acht Deutsche Biathlon-Staffel um Dahlmeier chancenlos

Eine Laura Dahlmeier ist zu wenig: Die deutsche Biathlon-Staffel hat bei ihrem Olympia-Abschluss enttäuscht. Dahlmeier verhinderte als Schlussläuferin eine noch schlechtere Platzierung.

Laura Dahlmeier
Getty Images

Laura Dahlmeier


Keine Medaille für die deutschen Biathlon-Frauen: Die Staffel mit Top-Star Laura Dahlmeier hat im olympischen Teamwettbewerb nur den achten Platz belegt. Der Sieg ging an Weißrussland vor Schweden. Frankreich sicherte sich Bronze.

Für die Auswahl war der enttäuschende Auftritt das letzte Rennen in Südkorea. Dahlmeier beendet die Winterspiele mit zweimal Gold (Sprint und Verfolgung) und einer Bronzemedaille im Einzelwettkampf über 15 Kilometer.

"Wir haben in den letzten vier Jahren viele gute Staffeln gezeigt, aber jetzt hat es nicht geklappt. Das ist natürlich schade", sagte Dahlmeier: "Es ist für uns alle keine tolle Situation, es ist keiner zufrieden. Das muss jetzt jeder für sich selbst verarbeiten und daraus lernen."

Bei schwierigen Windverhältnissen in Pyeongchang leisteten sich Franziska Preuß, Denise Herrmann und Franziska Hildebrand jeweils eine Strafrunde, Dahlmeier führte das Quartett als Schlussläuferin mit 53,9 Sekunden Minuten Rückstand auf Sieger Weißrussland nur auf Rang acht. Die weißrussische Schlussläuferin Darja Domratschewa löste mit ihrer vierten Goldmedaille Kati Wilhelm als erfolgreichste Biathletin bei Olympia ab.

Damit steht die Bilanz der deutschen Biathleten nach bisher zehn Olympiarennen in Südkorea weiter bei sechs Medaillen. Das sind vier mehr als vor vier Jahren in Russland. Eine letzte Chance auf eine weitere Medaille bietet sich am Freitag beim Biathlon-Abschluss mit der Männer-Staffel (12.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

jan



insgesamt 18 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Sven K. 22.02.2018
1. leider nicht nur Pech..
Das war leider nichts. Manche Mädels waren offensichtlich noch vom letzten Drama so gefangen, daß sie schon beim Anblick der Zielscheiben weiche Knie bekommen haben. Ich habe noch nie gehört und gesehen, daß man ca. 2 Minuten am Schießstand benötigt, um dann trotzdem in die Strafrunde zu müssen. Das ist einfach unterirdisch. Von Pech kann man hier nicht sprechen, auch wenn die Windverhältnisse schwierig waren. Ich würde sagen, sie waren einfach nicht in der Lage ihr Leistungspotential (außer Dahlmeier) abzurufen. Wenn man in die Augen der Sportlerinnen beim Interview schaute, bekommt man ja für die nächsten Rennen selber Angst. Das wird ganz schwer dieses Rennen aus dem Kopf zu bekommen. Preuß hat offensichtlich das letzte Olympia-Staffelrennen immer noch im Kopf. Ich weiß nicht, ob hier mit Mentaltrainern gearbeitet wurde. So wie es aussah, sind die Damen psychisch völlig aus der Spur und zum Höhepunkt mental nicht vorbereitet gewesen. Schade.
M. Vikings 22.02.2018
2. Da ist sie weg, die sicher geglaubte Medaille.
Da war von Anfang an der Wurm drin. Manchmal reicht es eben nicht die Leistungen aus den Einzelwettbewerben zu addieren. Der Wind kann auch nicht als alleinige Entschuldigung herhalten. Ich hätte allerdings Hinz statt Preuß aufgestellt, die lieferte schon über längere Zeit eine stabile Leistung und hätte sich wohl auch durch eine rausrepitiete Patrone nicht so verunsichern lassen. Für Darja Domratschewa, eine der fairsten Athletinnen im Sport, und ihre Frauschaft freut mich der Erfolg. Insgesamt muss man das Ergebnis der deutschen Frauen bei diesen Spielen als positiv einordnen. Meine Erwartungen hat es auf jeden Fall übertroffen. Glückwunsch an alle Beteiligten.
zaunreiter35 22.02.2018
3. Schweden?
Wo kommen denn die ganzen Schwedinnen her? Seit dem Abgang von Aco-Z, Helena Ekholm und co. gab es jetzt doch jaaahrelang keine mehr. Na gut, wenigstens Platz 3 für Frankreich. Und Glückwunsch auch an die Frauen um Darya.
Alter Falter 22.02.2018
4.
Zitat von M. VikingsDa war von Anfang an der Wurm drin. Manchmal reicht es eben nicht die Leistungen aus den Einzelwettbewerben zu addieren. Der Wind kann auch nicht als alleinige Entschuldigung herhalten. Ich hätte allerdings Hinz statt Preuß aufgestellt, die lieferte schon über längere Zeit eine stabile Leistung und hätte sich wohl auch durch eine rausrepitiete Patrone nicht so verunsichern lassen. Für Darja Domratschewa, eine der fairsten Athletinnen im Sport, und ihre Frauschaft freut mich der Erfolg. Insgesamt muss man das Ergebnis der deutschen Frauen bei diesen Spielen als positiv einordnen. Meine Erwartungen hat es auf jeden Fall übertroffen. Glückwunsch an alle Beteiligten.
Ich stimme Ihnen in allen Teilen zu - nur nicht bei der Überschrift (die man im Zitat nicht sieht) „..da ist sie weg, die sicher geglaubte Medaille“ Also ich habe die nie sicher gesehen. Im Gegenteil. Das war eher unwahrscheinlich. Denn, wie der Autor des Artikels richtig schreibt: Eine Dahlmeier alleine reicht nicht. Der Rest ist leider nur Durchschnitt. Da glaube ich eher an eine Männermedaille morgen. Allerdings auch lange nicht sicher.
M. Vikings 22.02.2018
5. Ich selbst sehe nie eine Medaille als sicher an.
Zitat von Alter FalterIch stimme Ihnen in allen Teilen zu - nur nicht bei der Überschrift (die man im Zitat nicht sieht) „..da ist sie weg, die sicher geglaubte Medaille“ Also ich habe die nie sicher gesehen. Im Gegenteil. Das war eher unwahrscheinlich. Denn, wie der Autor des Artikels richtig schreibt: Eine Dahlmeier alleine reicht nicht. Der Rest ist leider nur Durchschnitt. Da glaube ich eher an eine Männermedaille morgen. Allerdings auch lange nicht sicher.
Aber einige Medien machen sowas ja gern. Damit auch ja alle, denen Sport eigentlich egal ist, die Glotze einschalten und die Quoten stimmen. Der Aussage "Eine Dahlmeier reicht nicht" kann nicht folgen. Da sprechen einfach die bisherigen Ergebnisse im Weltcup dagegen. Ich würde sagen: "Eine Dahlmeier hat Heute nicht gereicht."
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.