Olympische Winterspiele in Pyeongchang Treten Nord- und Südkoreas Eishockey-Frauen zusammen an?

Die Entspannung zwischen den beiden koreanischen Staaten scheint sich auszuweiten. Medienberichten zufolge könnte es bei Olympia ein gemeinsames Eishockeyteam geben.

IOC-Präsident Thomas Bach
AFP

IOC-Präsident Thomas Bach


Gastgeber Südkorea und Nordkorea wollen vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) offenbar Gespräche über ein gemeinsames Team für den Wettbewerb im Frauen-Eishockey führen. Das berichtet der Branchendienst "insidethegames". Demnach ist dies eines von mehreren Themen beim Gipfeltreffen von Vertretern beider Staaten am 20. Januar beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne. Das IOC wollte dies auf Anfrage des SPIEGEL jedoch nicht bestätigen.

Bei den Winterspielen sollen angeblich drei bis acht Spielerinnen aus Nordkorea in das südkoreanische Aufgebot aufgenommen werden. Bislang haben sich sportlich aus dem Norden nur die Paarläufer Ryom Tae Ok und Kim Ju Sik qualifiziert.

Am Mittwoch hatte das IOC den Termin für das Gipfeltreffen zu den Details einer Teilnahme Nordkoreas an den Spielen bekannt gegeben. Aus beiden koreanischen Staaten werden die Präsidenten der Nationalen Olympischen Komitees (NOK), hochrangige Regierungsmitglieder und die IOC-Mitglieder sowie eine Delegation des Organisationskomitees von Pyeongchang an der Konferenz teilnehmen.

Seit der vergangenen Woche bestehen bilaterale Kontakte zwischen den koreanischen Staaten zur Wegbereitung einer Teilnahme Nordkoreas. Der Norden hatte zuvor seine grundsätzliche Bereitschaft zur Entsendung von Aktiven zu den Wettbewerben in Pyeongchang signalisiert.

In Lausanne wird auch über die Auswahl von Hymne und Flagge diskutiert. Südkorea hatte angeregt, dass die verfeindeten Staaten bei Eröffnungs- und Abschlussfeier gemeinsam auftreten. Dies war auf olympischer Bühne zuletzt 2006 bei den Winterspielen in Turin der Fall.

bam/sid



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