Olympia-Ausschluss 22 russische Sportler ziehen vor den Cas

Sie wehren sich gegen ihre lebenslange Olympiasperre durch das IOC: 22 russische Sportler klagen vor dem Sportgerichtshof Cas. Die Athleten fordern eine Entscheidung bis zum Beginn der Winterspiele.

Alexander Legkow
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Alexander Legkow


Auf das Internationale Olympische Komitee (IOC) kommt nach den Sperren für russische Wintersportler im Zuge des Dopingskandals eine Klagewelle zu.

Wie der Internationale Sportgerichtshof Cas mitteilte, seien 22 Einsprüche russischer Sportler gegen die lebenslangen Sperren und die Annullierung ihrer Ergebnisse von Sotschi 2014 eingegangen. Darunter seien auch die Olympiasieger Alexander Subkow (Bob), Alexander Legkow (Langlauf) und Alexander Tretjakow (Skeleton). Die Athleten beantragten eine Entscheidung bis zum Beginn der Winterspiele in Pyeongchang am 9. Februar.

Das IOC hat wegen des im McLaren-Report belegten systematischen Dopingsystems in Russland bislang 25 russische Sotschi-Teilnehmer nachträglich gesperrt. Dabei wurden Russland auch elf Medaillen, darunter vier goldene, aberkannt.

Am Dienstag hatte das IOC als weitere Maßnahme beschlossen, dass unbelastete russische Athleten in Südkorea nur unter neutraler Flagge starten dürfen.

Nach den seit 2015 andauernden Dopingenthüllungen hat Russland zwar die Arbeit seiner Anti-Doping-Agentur Rusada neu organisiert. Verlangt wird aber auch, dass Moskau die Ergebnisse der mittlerweile zwei Berichte von McLaren anerkennt. Dies lehnt die russische Sportführung weiter ab. Hier lesen Sie eine Chronologie zum Dopingskandal in Russland.

jan/dpa

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