Langlaufsieger Krüger Erst gestürzt, dann Olympia-Gold

Norwegischer Dreifacherfolg im Skiathlon: Außenseiter Simen Hegstad Krüger hat sich gegen die Top-Favoriten durchgesetzt. Dabei waren seine Medaillenchancen kurz nach dem Rennstart eigentlich schon dahin.

Simen Hegstad Krueger
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Simen Hegstad Krueger


Norwegen hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang einen Dreifachtriumph im Skiathlon der Langläufer gefeiert. Simen Hegstad Krüger, der zuvor erst einen Weltcup gewonnen hatte, siegte nach 2 x 15 Kilometern vor seinen Teamkollegen Martin Johnsrud Sundby und Hans Christer Holund. Die beiden Top-Favoriten Dario Cologna aus der Schweiz und Johannes Høsflot Klæbo aus Norwegen spielten bei der Medaillenvergabe keine Rolle.

Dabei hatte das Rennen für den späteren Olympiasieger alles andere als optimal begonnen: Unmittelbar nach dem Start war Krüger in einen Sturz verwickelt und verlor etwa eine halbe Minute auf die Spitze. Aber auf den folgenden Kilometern holte der Norweger den Rückstand wieder auf. Umso bemerkenswerter war seine Tempoverschärfung auf der Schlussrunde, auf die auch Krügers Teamkollegen keine Antwort fanden. "Ich hatte ein Gefühl, das ich noch nie auf Ski hatte, mir fehlen die Worte", sagte Krüger: "Meine Gedanken rasten, als ich gestürzt bin."

Simen Hegstad Krüger (r.) am Boden
AFP

Simen Hegstad Krüger (r.) am Boden

Für Norwegen war es der erste Dreifachsieg in einem olympischen Langlaufrennen der Männer seit 26 Jahren. 1992 hatten die Norweger Vegard Ulvang, Bjørn Dæhlie und Terje Langli in Albertville über die 30 Kilometer im klassischen Stil triumphiert.

Medaillenspiegel 2018
Platz
Land
Gesamt
1
Norwegen
14
14
11
39
2
Deutschland
14
10
7
31
3
Kanada
11
8
10
29

chh/dpa



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