Olympia 2018 kompakt Das war der Tag in Pyeongchang

Skilangläuferin Marit Bjørgen ist am letzten Tag der Winterspiele Historisches gelungen. Die deutschen Athleten gewannen zum Abschluss drei Medaillen. Der Tag in der Zusammenfassung.

Marit Bjørgen (oben)
REUTERS

Marit Bjørgen (oben)


Das geschah in der Nacht:

Die 23. Olympischen Winterspiele steuern auf die große Abschlussfeier zu - vor der Zeremonie wurden noch einige Medaillen vergeben.

Curling, Frauen, Finale

Das Männer-Team der schwedischen Curler erlebte am Vortag eine Überraschung, als es dem Außenseiter aus den USA unterlag. Die Frauen um Anna Hasselborg machten es besser: Gegen das Team aus Südkorea zeigten die Skandinavierinnen, dass sie mindestens eine Klasse besser sind als die Gastgeberinnen, und gewannen 8:3.

König Carl Gustaf von Schweden
Getty Images

König Carl Gustaf von Schweden

Gefreut hat sich auch König Carl XVI. Gustaf. Nach der Enttäuschung im Männer-Finale durfte er bei den Frauen endlich jubeln.

Bobsport, Männer, Viererbob

Francesco Friedrich hat sich seine zweite Goldmedaille bei den Spielen in Südkorea gesichert. Nach seinem Erfolg im Zweierbob war der 27-Jährige auch im Viererbob erfolgreich. Nico Walther konnte sich im letzten Lauf um einen Platz verbessern und fuhr am Ende gleichauf mit dem Koreaner Won Yunjong zu Silber.

Eishockey, Männer, Finale

Der Finaleinzug war für die deutschen Eishockey-Männer bereits ein Triumph, den kaum jemand erwartet hatte. Im Endspiel gegen die Olympischen Athleten aus Russland unterlag die Nationalmannschaft zwar knapp 3:4 (0:1, 1:0, 2:2, 0:1) nach Verlängerung. Doch der Gewinn der Silbermedaille ist der größte Erfolg in der deutschen Eishockeygeschichte.

Medaillenspiegel 2018
Platz
Land
Gesamt
1
Norwegen
14
14
11
39
2
Deutschland
14
10
7
31
3
Kanada
11
8
10
29

Skilanglauf, Frauen, 30 Kilometer klassisch

Neben dem deutschen Eishockey-Team hat auch Marit Bjørgen Geschichte geschrieben. Über die 30 Kilometer gewann die 37-Jährige die achte Goldmedaille ihrer Karriere und löste damit Biathlet Ole Einar Bjørndalen als erfolgreichsten olympischen Wintersportler ab. Beide gewannen zusätzlich vier Silbermedaillen, Bjørgen liegt aber mit drei Bronzemedaillen vor Bjørndalen mit nur einer. Bjørgen gewann überlegen vor Krista Pärmäkoski aus Finnland (1:49,5 Minuten zurück) und der Schwedin Stina Nilsson (+1:58,9).

Abschlussfeier

Ihr großes Finale finden die Spiele in Pyeongchang in der Abschlussfeier. Dabei sein werden auch die Olympischen Athleten aus Russland, jedoch weiterhin unter neutraler Flagge, wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) entschied. Verfolgen Sie die Feierlichkeiten ab 12 Uhr im Liveticker.

tip/mru

insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
neurosciences2003 25.02.2018
1. Dopingvorwürfe gegenüber Norwegen
Es ist doch sehr merkwürdig, dass trotz massiver und gravierender Vorwürfe weltweit gegenüber den norwegischen Teilnehmern, zuletzt in PyeongChang, diese nun Bjoergen für den letzten Wettkampf nominieren, wo doch Bjoergen die Hauptverdächtige ist. Es handelt sich hier um 6.000 Asthmamittel, u.a.Salbutamol, für 121 Athleten in zwei Wochen. Eine norwegische Ärztin hatte erklärt, dass 70% der norwegischen Teilnehmer asthmakrank, bzw. schwer asthmakrank sind. Trotzdem gewinnen diese Schwerkranken 70% der 39 gewonnenen Medaillen! Und das IOC sagt kein Wort! Ich kann nur schlussfolgern, dass unsere Athleten aus der Dritten Welt nur als Füllstoffe dienen dürfen, mehr nicht.
steingärtner 25.02.2018
2. Ganz einfach
Zitat von neurosciences2003Es ist doch sehr merkwürdig, dass trotz massiver und gravierender Vorwürfe weltweit gegenüber den norwegischen Teilnehmern, zuletzt in PyeongChang, diese nun Bjoergen für den letzten Wettkampf nominieren, wo doch Bjoergen die Hauptverdächtige ist. Es handelt sich hier um 6.000 Asthmamittel, u.a.Salbutamol, für 121 Athleten in zwei Wochen. Eine norwegische Ärztin hatte erklärt, dass 70% der norwegischen Teilnehmer asthmakrank, bzw. schwer asthmakrank sind. Trotzdem gewinnen diese Schwerkranken 70% der 39 gewonnenen Medaillen! Und das IOC sagt kein Wort! Ich kann nur schlussfolgern, dass unsere Athleten aus der Dritten Welt nur als Füllstoffe dienen dürfen, mehr nicht.
Es ist kein staatliches Asthma.
jdybwad 25.02.2018
3. Asthma?
Nicht jeder hat Lungen für Langlauf in der Kälte, viele bekommen dadurch Probleme die mit Asthmamedizin behoben werden können. Es gibt keine logische (weil die Deutschen sich vormachen Dinge seien logisch) Grenze zwischen so einer Kompensation und Doping. Ich bin nur für Dressurreiten und Schach, ganz ehrlich. Sonst kann man Krankenpfleger werden und Kinder aus Afrika adoptieren. Sport auf olympischer Ebene gibt auch ohne Doping ein vergrößertes Herz, von wegen gesunder Seele in gesundem Körper? In früheren Zeiten hat man Schafshoden gegessen. Man schaffe sich statt all dem ein sinnvolles Leben!
neurosciences2003 25.02.2018
4. Zu #2 und 3 Asthma
Sie haben Recht, es gibt keine logische Grenze zwischen medikamentöser Kompensation und Doping. Das hat der grosse Hippokrates schon ca. 450 v.C. festgestellt, nur etwas anders formuliert. Aber in der modernen Pharmakologie gibt es nun klare Richtlinien und maximale einmalige Dosen bei akuten bronchialen Spasmen, die bei den Norwegern enorm überschritten werden. Es tut mir nur leid um die grosse Mehrheit der Sportler, die sauber sind, und nie eine Chance auf eine Medaille haben. Muchos saludos, auch an Steingärtner für seine geistreiche Bemerkung...
zaunreiter35 25.02.2018
5. Majestätsbeleidigung
Was erlaube "neurosciences2003" ? Die Königin des nordischen Winters ist gerade mal 15 Jahre jünger als ich, Deutscher, der chronische Bronchitis hat. Das momentane Wetter ist Gift für mich. Was gäbe ich für Salbutamol? Und da kann ich Sportler verstehen, die auch im Winter trainieren und Wettkämpfe haben, nordisch geprägt sind, aber keinen Vertrag mit dieser Reizkälte haben, aber damit zurecht kommen müssen. Ich möchte mal eure sakrosankte Dahlmeier sehen, im direkten Vergleich mit Björgen, Kalla, Weng, Nielssen, Pärmakoski. Erst recht wenn sie die Alpe de Cermis hochstiefeln soll. Die hat doch bestimmt auch eine Ausnahmegenehmigung. Nur dürfen wir das nicht wissen. Ist schon komisch, wenn sie aus einer "Erkältung" zurückkommt und sofort Rennen gewinnt. Dem einen springt heimlich die Zahnpasta dazwischen, der anderen ein Nahrungsergänzungsmittel und vielleicht gibt es ja einen mehrdimensionalen Biathlon-Tunnel in die Uni Freiburg. Aber alles nur "Einzelschicksale".
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