Alle Aktivitäten eingestellt Windalarm in Olympia-Stadt Gangneung

Gegenstände flogen durch den Olympia-Park, Bänke kippten um: Das Wetter an der Ostküste Südkoreas besorgt die Veranstalter. Auch in den Bergen mussten mehrere Wettbewerbe verschoben werden.

Starke Böen in Gangneung
AP

Starke Böen in Gangneung


Der starke Wind in der Olympia-Stadt Gangneung an der Ostküste Südkoreas macht den Organisatoren der Winterspiele weiter zu schaffen. "Alle Aktivitäten im Olympia-Park wurden aus Sicherheitsgründen vorübergehend eingestellt", sagte eine Sprecherin des Organisationskomitees. Die Wettbewerbe in den Eis-Arenen seien davon jedoch nicht betroffen.

Die Menschen, die sich im Freien im Olympia-Park von Gangneung aufhielten, wurden aufgerufen, sich in die Gebäude zu begeben. Der Zugang zum Park war für die Öffentlichkeit vorerst nicht mehr möglich. Im Park flogen Gegenstände umher, Bänke kippten um. Am Nachmittag (Ortszeit) wurden in der Küstenstadt Windgeschwindigkeiten von 8,7 Metern pro Sekunde gemessen. Die Behörden gaben per SMS Windalarm heraus.

SPIEGEL ONLINE (Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL))

Wegen Windschäden am Dach wurde nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap der zeltartige Olympia-Souvenirladen im Park vorübergehend geschlossen. Auch einige Zelte für die Medien wurden geschlossen.

Ein Arbeiter kämpft mit dem Wind
DPA

Ein Arbeiter kämpft mit dem Wind

Biathletinnen müssen warten - Kombinierer trotzen dem Wind

Auch im sogenannten "Mountain Cluster" war es am Vormittag bereits zu Absagen gekommen. Der Frauen-Slalom mit Top-Favoritin Mikaela Shiffrin aus den USA konnte in Yongpyong nicht ausgetragen werden. Das Rennen soll nun am alpinen "Super-Freitag" (2/5.15 Uhr MEZ) stattfinden. Dann ist in Jeongseon auch der Super-G der Männer geplant.

Die Biathleten beklagen ebenfalls die erste wetterbedingte Verschiebung: Das 15-Kilometer-Einzelrennen der Frauen wurde wegen starker Böen um einen Tag auf den Donnerstag verlegt.

Der Wettbewerb der Nordischen Kombinierer findet dagegen statt: Der Start des Springens war wegen schwieriger Windverhältnisse zunächst um eine halbe Stunde verschoben worden. Auch während des Wettkampfs gab es zahlreiche Zwangspausen. Die Startzeit des Langlaufs wurde daher ebenfalls um 15 Minuten nach hinten gelegt. "Gefährlich war es nicht, aber es war halt Lotterie", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. "Letztendlich hat der Wind entschieden, wer die Möglichkeit hat, eine Medaille zu gewinnen oder nicht."

Der deutsche Fahnenträger Eric Frenzel sprang auf 106,5 Meter und geht von Platz fünf in den entscheidenden Langlauf über 10 Kilometer (10 Uhr MEZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Sein Rückstand auf den führenden Österreicher Franz-Josef Rehrl beträgt 36 Sekunden.

chh/dpa/sid



insgesamt 2 Beiträge
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ptb29 14.02.2018
1. Zum Glück gewinnen wir ja auch ein paar Medaillen
Denn dass den Koreanern der Sport egal, der Wind zu stark und Naturschnee eine Seltenheit sind, würde die Medien füllen. Interessanter wäre doch, mal darüber zu berichten, wie ausgerechnet Südkorea als Veranstaltungsort gewinnen konnte.
oldman2016 14.02.2018
2. Idealer Austragungsort für oly,mpische Spiele?
Sind das jetzt Wetterkapriolen, die nur in diesem Winter auftreten oder gab es das auch schon in den vergangenen Jahren. Die nächsten olympischen Winterspiele bitte nach Marokko in das Atlasgebirge vergeben. Wie? Die zahlen keine Schmiergelder?
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