Deutsche Olympioniken Sporthilfe schüttet 548.500 Euro Prämien aus

Mehr als eine halbe Million Euro: So viel Geld bekommen alle deutschen Athleten zusammen, die bei den Olympischen Winterspielen mindestens Platz acht belegt haben. In Sotschi gewann das DOSB-Team 19 Medaillen.

Erfolgreiche Olympionikin Höfl-Riesch: 20.000 Euro für Gold
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Erfolgreiche Olympionikin Höfl-Riesch: 20.000 Euro für Gold


Hamburg - Die Gesamtbilanz der deutschen Sportler bei den Olympischen Winterspielen war wenig zufriedenstellend: 19 Medaillen (acht Gold-, sechs Silber- und fünf Bronzemedaillen) gewann das Team des Deutschen Olympischen Sportbundes in Sotschi - angepeilt waren 30 gewesen.

Freuen können sich die erfolgreichsten Mitglieder dennoch, nicht einmal eine Woche nach Abschluss der Spiele schüttet die Stiftung Deutsche Sporthilfe insgesamt 548.500 Euro an Prämien aus. Das hat der Gutachterausschuss einstimmig verabschiedet. Die Sporthilfe finanziert sich vor allem über Spenden und Zuwendungen und erhält so gut wie keine direkten staatlichen Mittel.

Die Prämien für deutsche Medaillengewinner und Platzierte bis Rang acht waren vor den Spielen erhöht worden: Für Gold gibt es 20.000 Euro, für Silber 15.000 Euro, Bronze bringt 10.000 Euro, Platz vier 5000 Euro, Platz fünf 4000 Euro, Platz sechs 3000 Euro, Platz sieben 2000 Euro und für Platz acht werden immerhin noch 1500 Euro vergeben. Daraus ergibt sich für Sotschi eine Prämiensumme, die auf dem Niveau der Erfolgszahlungen von Vancouver 2010 liegt, als insgesamt 30 Medaillen erreicht wurden.

Hat ein Athlet mehrere Medaillen gewonnen, so wie die Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch, die Olympiasiegerin in der Super-Kombination wurde und Silber im Super-G holte, wird sein größter Erfolg geehrt. Die Auszahlung erfolgt über zwölf Monate.

psk

insgesamt 16 Beiträge
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volker1959 27.02.2014
1. Fragwürdig
ist nicht, dass deutsche erfolgreiche Sportler Prämien erhalten, es sei ihnen gegönnt. Ärgerlich ist, dass eine talentierte Höfl-Riesch jahrelang bei uns gefördert wurde, z.B. als Angestellte beim Deutschen Zoll, aber kaum kommen die lukrativen Werbeverträge, wohnt man plötzlich in Kitzbühel... sowas ist enttäuschend.
henryboehm 27.02.2014
2. bitte keine neiddiskussionen
im vergleich zu anderen profisportarten sind das alles arme schlucker. die leistungsdebatte sollte woanders ansetzen.
shooop 27.02.2014
3. Was isn daran fragwürdig?
Wenn ich mehr Kohle hätte, würde ich anders wohnen als jetzt.
legastheniker 27.02.2014
4. na ja
schade das dieser artikel das thema olympia und geld gerade in diesem zusammenhang fokussiert. ich finde die summen die die funktionäre des olympischen komitee beziehen um einiges aufschlussreicher. auch der bau einer olympiaanlage und die folgekosten/erscheinungen sind in sachen geld bemerkenswerter als die geldprämien. ich fand die leistungen der sportler und zwar aller sportler enorm. wenn ein deutscher sportler dann 20000 für gold bezieht sagt mir das nur das er beim fussball in der zweiten liega evtl. besser/schneller geld verdienen könnte.
77fun 27.02.2014
5. Peanuts
...im Vergleich zu den Summen, die andere Sportler einstreichen. Kaum ein Fußballer bei einem europäischen Spitzenclub würde für ein solches Jahresgehalt seinen Hintern auf den Platz bewegen. Die Sportförderung hierzulande ist leider nicht auf dem Stand, auf dem sie sein sollte. Dies fängt bei der Frühförderung an und gilt auch für die Absicherung vieler Sportler nach dem Karriereende. Neue Konzepte, die sicher auch Geld kosten, sind bitter notwendig.
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