Olympiasieger Loch: "Ich konnte das Unglück im Wettkampf gut ausblenden"

Felix Loch gewann die erste deutsche Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen. Auch vom tödlichen Unfall eines Konkurrenten ließ er sich nicht irritieren. Im Interview spricht 20-Jährige über die Gefahren des Rodelns und seine Zukunftspläne.

REUTERS

Frage: Felix Loch, mit 20 Jahren sind Sie bei den Einsitzern jüngster Rodel-Olympiasieger der Geschichte. Was empfinden Sie nach ihren vier phänomenalen Läufen?

Felix Loch: Das ist einfach nur geil. Einen Olympiasieg habe ich schon als Kind im Kopf gehabt. Jetzt ist es geschehen. Uns ist sehr entgegengekommen, dass wir vom Damenstart aus gefahren sind (aus Sicherheitsgründen wurde die Strecke verkürzt, die Red.). Ich habe mit Georg Hackl zusammen den Schlitten perfekt auf diese Bedingungen abstimmen können. Im letzten Lauf, als ich in Kurve 16 war, wusste ich, dass es reicht. Es hat alles gepasst."

Frage: Sie haben im Whistler Sliding Centre die Konkurrenz mit vier Bestzeiten in vier Läufen deklassiert. Hat Sie der tödliche Unfall des Georgiers Nodar Kumaritaschwili gar nicht belastet?

Loch: Der Unfall war natürlich noch im Hinterkopf. Das war sehr tragisch. Aber es ist nunmal ein gefährlicher Rennsport. Und es gibt leider nicht so viele Nationen mit guten Fahrern, die so eine schnelle Strecke im Griff haben. Während des Rennens konnte ich das Unglück glücklicherweise recht gut ausblenden.

Frage: Sie sind bereits zweimal Weltmeister und nun auch Olympiasieger. Warum sind Sie gerade bei Großereignissen immer in Bestform?

Loch: Das weiß ich selber nicht so genau. Ich bin aber froh, dass es bislang so gut funktioniert hat. Und ich freue mich auch jetzt schon auf die nächsten Jahre. Siegen macht einfach richtig Spaß.

Frage: Mit einem Olympiasieg haben die meisten Sportler bereits alles erreicht. In Ihrem Alter werden Sie sich aber hoffentlich nicht zur Ruhe setzen?

Loch: Die Olympischen Spiele sind das größte Ereignis im Sport. Da vorne zu sein, ist das Beste, was passieren kann. Ein Karriereende habe ich noch nicht im Sinn. Auch meine Memoiren wird es noch lange nicht geben. Aber ein Gesamtweltcup-Sieg wäre auch mal schön. Jetzt werde ich aber erst einmal richtig feiern, die nächsten Tage genießen und den einen oder anderen Wettkampf besuchen. Und auf zu Hause freue ich mich auch schon.

aufgezeichnet vom sid

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Forum - Vancouver 2010 - welches Land gewinnt die Medaillen-Wertung?
insgesamt 381 Beiträge
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    Seite 1    
1. Doping
MadMad 11.02.2010
nach den Doping Gerüchten (?) der letzten Tage lässt sich laum etwas sagen. Gute Chancen haben die Deutschen, wenn sie nicht erwischt werden ... MadMad von www.diemeinungen.de
2.
Umberto 11.02.2010
Zitat von MadMadnach den Doping Gerüchten (?) der letzten Tage lässt sich laum etwas sagen. Gute Chancen haben die Deutschen, wenn sie nicht erwischt werden ...
Die Geschichte mit dem Doping wird hier auch diskutiert. (http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=11998) Aber Sie haben natürlich Recht, wenn die Deutschen sich beim Dopen nicht erwischen lassen, wird der Medaillenspiegel wohl einen erfreulichen Anblick bieten.
3. Doping wahrscheinlich.
puter70 11.02.2010
Olympische Höchstleistungen/Siege sind ohne unerlaubte Mittel kaum mehr möglich, deshalb steht jeder Medaillengewinner unter Dopingverdacht. Da es auch um viel Geld und die anschließende Vermarktung der Erfolge geht, haben die Athleten auch kein schlechtes Gewissen, sondern hoffen nur, dass sie nicht erwischt werden.- Übrigens sind die Zeiten vorbei, dass sich nationale Größe über die Anzahl der gewonnenen Medaillen definiert. Deshalb ist es verständlich, dass vielen Mitmenschen das Vancouver-Spektakel mit den zu erwartenden Doping-Siegern ziemlich gleichgültig ist.
4.
krafts 12.02.2010
Zitat von puter70Olympische Höchstleistungen/Siege sind ohne unerlaubte Mittel kaum mehr möglich, deshalb steht jeder Medaillengewinner unter Dopingverdacht.
Doping wurde schon in gefühlten 1000 Threads diskutiert. Ich will auch nicht drumreden. Klar ist Doping ein Problem und wird es auch immer bleiben. Aber dass man in einem Forum gar nicht mehr die Leistungen der Sportler diskutieren kann, nervt mich. Bis jetzt kein einziger Beitrag hier, in dem nicht das Wort Doping fehlt so nach dem Motto : sind ja eh alle gedopt. Diskutieren Sie doch in den dafür eigens geschaffenen Threads. Nun zum Thema: Sicher wird es für die deutschen Sportler einige Medaillen geben. Dass es so viele werden, wie in Turin glaube ich nicht. Aber meiner Meinung nach wird der Medaillenspiegel eh überbewertet und spiegelt auch nicht exakt die Leistung des ganzen Teams wieder.
5.
MadMad 12.02.2010
Zitat von kraftsNun zum Thema: Sicher wird es für die deutschen Sportler einige Medaillen geben. Dass es so viele werden, wie in Turin glaube ich nicht. Aber meiner Meinung nach wird der Medaillenspiegel eh überbewertet und spiegelt auch nicht exakt die Leistung des ganzen Teams wieder.
Ich glaube auch nicht, dass die Deutschen so stark werden wie in Turin. Allein schon die Biathleten laufen hinter der Form von Turin hinterher und das sind doch bald 50% der Miete. Mal sehen, was die Rodler bringen. Ist eigentlich Cross-Ski oder wie das heisst jetzt offiziel im Programm ? MadMad von www.diemeinungen.de
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Olympische Spiele: Alle Goldmedaillengewinner vom 14. Februar

Reiseziel Kanada
Beste Reisezeit
Hauptsaison ist von Mitte Juni bis Mitte September. Im Frühling und Herbst sind weniger Touristen unterwegs und die Preise günstiger. Wer in den hohen Norden reisen will, sollte das am besten im Sommer tun, für Wintersportler empfehlen sich Reisen im Dezember oder Januar.
Einreiseinfos und Zeitzonen
Reisende aus Deutschland benötigen kein Visum für die Einreise, wenn sie weniger als drei Monate bleiben wollen. Kanada erstreckt sich über insgesamt sechs Zeitzonen, von der Newfoundland Standard Time (minus 4,5 Stunden im Vergleich zur mitteleuropäischen Zeit) bis zur Pacific Standard Time (minus neun Stunden).
Highlights
Sehenswerte Städte sind Vancouver mit seiner perfekten Lage zwischen Meer und Bergen, Québec mit seinem künstlerischen Flair und das entspannte Montreal. Die meisten Touristen kommen jedoch auch, um die Naturwunder zu erleben: die endlose Prärie im Landesinnern, die Rocky Mountains mit den Nationalparks Banff und Jasper, die arktischen Regionen mit ihren Pionierorten oder Vancouver Island mit seinen Walen und Delfinen.

Festivals und Veranstaltungen
Jedes Jahr im Februar lockt das Yukon Quest die besten Hundeschlittenfahrer der Welt an - 1600 Kilomter sind bei dem Rennen zu bewältigen. Im 1. Juli wird landesweit der Kanada Day mit Feuerwerk und Partys gefeiert, im gleichen Monat steht mit der Calgary Stampede ein riesiges Rodeo-Spektakel auf dem Programm. Mehrere große Musikfestivals lohnen im Sommer einen Besuch: das Vancouver International Jazz Festival, das Edmonton Folk Festival und das Montreal Jazz Fest.
Reiseinfos
Einen guten Überblick bietet die Internetseite der Kanadischen Tourismus-Kommission www.canada.travel, Informationen über einzelne Provinzen gibt es auf www.helloBC.com (British Columbia), www.travelalberta.com (Alberta), www.touryukon.com (Yukon) und www.bonjourquebec.com (Québec).
Anreise und Transport
Flüge aus Deutschland bieten folgende Airlines an: Lufthansa, Air Berlin, Air France, British Airways, Air Transat, Air Canada, Condor, Icelandair, KLM, Swiss. Für Inlandsflüge ist Air Canada der größte Anbieter.

Die 153 nominierten deutschen Sportler
Biathlon (12)
Frauen: Tina Bachmann, Martina Beck, Simone Hauswald, Andrea Henkel, Magdalena Neuner, Kati Wilhelm

Männer: Andreas Birnbacher, Michael Greis, Arnd Peiffer, Christoph Stephan, Simon Schempp, Alexander Wolf
Bob (18)
Frauen: Sandra Kiriasis, Christin Senkel – Cathleen Martini, Romy Logsch – Claudia Schramm, Janine Tischer

Männer: Karl Angerer, Gregor Bermbach, Alexander Mann, Alexander Rödiger – Thomas Florschütz, Richard Adjei, Andreas Barucha, Ronny Listner – Andre Lange, Kevin Kuske, Rene Hoppe, Martin Putze
Curling (10)
Frauen: Andrea Schöpp (Skip), Stella Heiss, Melanie Robillard, Corinna Scholz, Monika Wagner

Männer: Andreas Kapp (Skip), Daniel Herberg, Holger Höhne, Andreas Kempf, Andreas Lang
Eishockey (23)
Männer: Michael Bakos, Sven Butenschön, Christian Ehrhoff, Dennis Endras, Sven Felski, Jakub Ficenec, Marcel Goc, Thomas Greilinger, Thomas Greiss, Jochen Hecht, Korbinian Holzer, Kai Hospelt, Manuel Klinge, Marcel Müller, Travis Mulock, Dimitri Pätzold, Andre Rankel, Christopher Schmidt, Dennis Seidenberg, Marco Sturm, Alexander Sulzer, John Tripp, Michael Wolf.
Eiskunstlauf (8)
Paarlaufen: Aljona Savchenko/Robin Szolkowy, Maylin Hausch/Daniel Wende

Eistanzen: Christina Beier/William Beier

Frauen: Sarah Hecken

Männer: Stefan Lindemann
Eisschnellauf (13)
Frauen: Monique Angermüller, Daniela Anschütz-Thoms, Stephanie Beckert, Annie Friesinger-Postma, Judith Hesse, Katrin Mattscherodt, Jenny Wolf, Isabell Ost

Männer: Patrick Beckert, Nico Ihle, Robert Lehmann, Samuel Schwarz, Marco Weber
Freestyle (5)
Skicross Frauen: Julia Manhard, Anna Wörner, Heidi Zacher

Skicross Männer: Martin Fiala, Simon-Raphael Stickl
Nordische Kombination (5)
Männer: Tino Edelmann, Eric Frenzel, Björn Kircheisen, Johannes Rydzek, Georg Hettich
Rennrodeln (10)
Einsitzer Frauen: Natalie Geisenberger, Tatjana Hüfner, Anke Wischnewski

Einsitzer Männer: Felix Loch, David Möller, Andi Langenhan

Doppelsitzer Männer: Patric Leitner, Alexander Resch - Andre Florschütz, Torsten Wustlich
Shorttrack (6)
Frauen: Aika Klein

Männer: Robert Becker, Paul Herrmann, Tyson Heung, Sebastian Praus, Robert Seifert
Skeleton (6)
Frauen: Anja Huber, Kerstin Szymkowiak, Marion Trott

Männer: Mirsad Halilovic, Frank Rommel, Sandro Stielicke
Ski Alpin (9)
Frauen: Fanny Chmelar, Katharina Dürr, Christina Geiger, Kathrin Hölzl, Viktoria Rebensburg, Maria Riesch, Susanne Riesch

Männer: Felix Neureuther, Stephan Keppler
Skilanglauf (15)
Frauen: Stefanie Böhler, Miriam Gössner, Hanna Kolb, Claudia Nystad, Eva Stehle, Katrin Zeller, Nicole Fessel

Männer: Tobias Angerer, Jens Filbrich, Tom Reichelt, Rene Sommerfeldt, Axel Teichmann, Tim Tscharnke, Josef Wenzl
Skispringen (5)
Männer: Pascal Bodmer, Michael Neumayer, Martin Schmitt, Michael Uhrmann, Andreas Wank
Snowboard (8)
Frauen Parallel-Riesenslalom: Selina Jörg, Anke Karstens, Amelie Kober, Isabella Laböck

Männer Parallel-Riesenslalom: Patrick Bussler

Männer Snowboard Cross: Konstantin Schad, David Speiser, Christophe Schmidt