Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Biathlon-Sprint: Björndalen feiert siebtes Olympia-Gold

Goldgewinner Björndalen: Einar wie Ole Fotos
DPA

Was für ein Auftritt von Ole Einar Björndalen: Der Biathlet hat trotz eines Fehlschusses Sprint-Gold bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi gewonnen und nach Medaillen mit einer anderen norwegischen Legende gleichgezogen. Die deutschen Starter konnten nicht in die Top Ten laufen.

Hamburg - Der Norweger Ole Einar Björndalen hat die Goldmedaille beim olympischen Biathlon-Sprintwettbewerb gewonnen. Für die zehn Kilometer lange Strecke benötigte der 40-Jährige 24:33,5 Minuten - und das trotz eines Schießfehlers.

"Das war mein bestes Rennen dieses Jahr. Heute habe ich Glück mit meinen Ski gehabt", sagte Björndalen nach dem Rennen der ARD: "Ich bin sehr zufrieden, fühle mich gut." Er ist nun der älteste Olympiasieger in einem Einzelrennen.

Für Björndalen ist es bereits die siebte Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen, die zwölfte Medaille insgesamt. Damit hat er ebenso viele Medaillen gesammelt wie sein Landsmann Björn Dählie, der jedoch einmal mehr Gold gewonnen hat. Im Verfolgungsrennen am Montag (16 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) kann Björndalen auch in dieser Kategorie gleichziehen.

Auf dem zweiten Rang landete Dominik Landertinger aus Österreich (+ 1,3 Sekunden), die Bronzemedaille sicherte sich der Tscheche Jaroslav Soukup (+ 5,7). Die deutschen Starter Simon Schemp (Platz 15/fehlerfrei), Olympia-Debütant Erik Lesser (21.), Arnd Peiffer (34.) und Christoph Stephan (58.) konnten nicht in die Top Ten laufen.

"Das Schießen war indiskutabel", sagte Peiffer, der drei Strafrunden laufen musste: "Drei Fehler sind drei zu viel. Ich bin enttäuscht, das ärgert mich sehr." Schempp war als einziger deutscher Läufer fehlerfrei geblieben.

bka

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. fitt wie Schmit
AhzekAhriman 08.02.2014
Der vierzig jährige Björndalen beweist wieder mal, dass er auf den Punkt genau fit ist. Welch ein Wunder(mittel)!? Na ja wer glaubt schon an saubere Spiele. Ich nicht. Nicht erwischt werden sollte auch Olympische Disziplin werden :-D
2. Langlauf und Biathlon
Maleficent 08.02.2014
Langläufer, Biathleten ... Die Tour de France auf Langlaufskiern... und genauso sauber... Hier wie da kannst du ohne dopen nicht gewinnen. Man sollte in diesem Zusammenhang auch nicht auf die "bösen" anderen zeigen. Die Deutschen machten und machen es genauso. Ich finds aber gut das OEB gewonnen hat. Glückwunsch!
3. Ich habe bei Armstrong ...
lrgen Dwer 08.02.2014
... bis zuletzt nicht dran glauben wollen, dass er gedopt hatte, während meine Bekannten schon alle meinten, es sei nur eine Frage der Zeit, bis es raus käme. Björndalen ist auch so ein Junkie - wer hier noch glaubt, dass ein 40jähriger alternder Mann ohne Doping solchen Kraftpaketen wie Fourcarde oder Svendsen Parolie bieten bzw. diese sogar überbieten kann, der zieht sich vermutlich auch die Hosen mit der Kneifzange an ...
4. bitte abbiegen
Gertrud Stamm-Holz 08.02.2014
Zitat von lrgen Dwer... bis zuletzt nicht dran glauben wollen, dass er gedopt hatte, während meine Bekannten schon alle meinten, es sei nur eine Frage der Zeit, bis es raus käme. Björndalen ist auch so ein Junkie - wer hier noch glaubt, dass ein 40jähriger alternder Mann ohne Doping solchen Kraftpaketen wie Fourcarde oder Svendsen Parolie bieten bzw. diese sogar überbieten kann, der zieht sich vermutlich auch die Hosen mit der Kneifzange an ...
Na ja, der Mann ist ein merkwürdiger. Zu seinen Rennen im Biathlon hat er immer auch Wettbewerbe im Langlauf eingeschoben. Der muss irgendwie immer durch die Landschaft hüpfen, sonst fehlt ihm was. Letztendlich betreibt er den Sport aktiv seit über 20 Jahren. Glauben Sie nicht, der hätte schon lange auffliegen müssen? Sollte tatsächlich was gewesen sein. Mit 40 sollte man meinen, er hätte nicht mehr die Ausdauer. Aber wie gesagt, ständig voll im Einsatz verschiebt solche Dinge dann doch wieder. Wobei auch die Routine mitspielt. Da dürfte ein Fourcade doch eher Nerven zeigen bei Olympia. Nichts genaues weiss ich aber auch nicht.
5. Pechstein
mummiscii 08.02.2014
wurde fast vernichtet, und dem Typen huldigt man. Wer seine Rennen jahrelang sah, weiß was los ist. Ich hoffe, er wird nicht eines Tages im Auto aufgefunden, wie Ian Thorpe.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fotostrecke
Biathlon in Sotschi: Skijäger auf Abschiedstour

Getty Images
Biathlon-Disziplinen
Einzel
Der älteste Biathlon-Wettkampf ist mit 15 Kilometern bei den Frauen sowie 20 Kilometern bei den Männern der längste. Viermal wird geschossen, zweimal liegend, zweimal stehend - im Wechsel. Pro Fehlschuss gibt es eine Strafminute, der Zeitschnellste gewinnt.
Sprint
Mit 7,5 Kilometern bei den Frauen und 10 Kilometern bei den Männern der kürzeste Wettkampf. Erst wird liegend geschossen, dann stehend. Pro Fehler muss eine Strafrunde von 150 Metern absolviert werden. Der Zeitschnellste gewinnt.
Verfolgung
Auch Jagdrennen genannt. Der Sieger des Sprints geht als Erster in die Loipe. 10 (Frauen) beziehungsweise 12,5 (Männer) Kilometer sind zu absolvieren. In den Zeitabständen aus dem Sprintrennen jagt das restliche Feld den Führenden. Viermal wird geschossen, erst zweimal liegend, dann zweimal stehend. Pro Fehler gibt es eine Strafrunde. Wer als Erster das Ziel erreicht, gewinnt.
Massenstart
Die 30 Starter ergeben sich anhand der Weltcupwertung. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen sind zudem alle Medaillengewinner der vorherigen Wettbewerbe automatisch qualifiziert. Vier Schießeinlagen (liegend, liegend, stehend, stehend) stehen auf dem Programm, die Laufstrecke beträgt 12,5 (Frauen) beziehungsweise 15 (Männer) Kilometer. Geht ein Schuss daneben, wartet die Strafrunde (150 Meter). Sieger ist, wer zuerst die Ziellinie überquert.
Staffel
Gestartet wird im Quartett - die Frauen müssen 4x6 Kilometer laufen, die Männer 4x7,5 Kilometer. Jeder Läufer hat bei seinen zwei Schießeinlagen (liegend und stehend) jeweils drei Nachlader (Zusatzschüsse). Reichen diese nicht aus, muss pro nicht getroffener Scheibe eine Strafrunde absolviert werden. Beim Wechsel muss es zwischen den Teamgefährten in der 30 Meter langen Wechselzone einen eindeutigen Körperkontakt geben, sonst droht die Disqualifikation. Die schnellste Staffel gewinnt.
Mixed-Staffel
Das Quartett besteht aus zwei Frauen und zwei Männern. Erst laufen die Frauen jeweils 6, dann die Herren jeweils 7,5 Kilometer. Jeder Starter muss zweimal schießen (liegend und stehend). Es gibt drei Nachlader pro Starter, sonst droht die Strafrunde. Sieger ist das Quartett, welches als erstes im Ziel ist. Das Mixed-Rennen ist 2014 erstmals olympisch.

Quellen: dpa und sid

Biathlon: Die Sprint-Olympiasieger der Männer
Jahr Ort Gold
2014 Sotschi Ole Einar Björndalen (NOR)
2010 Vancouver Vincent Jay (FRA)
2006 Turin Sven Fischer (GER)
2002 Salt Lake City Ole Einar Björndalen (NOR)
1998 Nagano Ole Einar Björndalen (NOR)
1994 Lillehammer Sergei Tschepikow (RUS)
1992 Albertville Mark Kirchner (GER)
1988 Calgary Frank-Peter Roetsch (DDR)
1984 Sarajevo Eirik Kvalfoss (NOR)
1980 Lake Placid Frank Ullrich (DDR)
Distanz: 10 Kilometer

Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: