Olympische Winterspiele 2022 Peking bekommt den Zuschlag

Die Olympischen Winterspiele 2022 finden in China statt - Peking hat sich gegen Almaty durchgesetzt. Das gab IOC-Präsident Thomas Bach in Kuala Lumpur bekannt.


Peking hat sich im Kampf um die Olympischen Winterspiele 2022 durchgesetzt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) gab Chinas Hauptstadt den Vorzug vor Almaty aus Kasachstan. IOC-Präsident Thomas Bach verkündete die Entscheidung beim Kongress in Kuala Lumpur.

Als Bach um 17.57 Uhr Ortszeit erstmals in seiner Amtszeit den Sieger in einem Olympiarennen bekannt gab, jubelte die chinesische Delegation um den ehemaligen NBA-Star Yao Ming - der Favorit hat sich trotz des zuletzt knapper erscheinenden Rennens durchgesetzt.

Peking ist die erste Stadt in der olympischen Geschichte, die nach Sommerspielen auch Winterspiele ausrichtet. Nach 2018 in Pyeongchang und 2020 in Tokio wird damit zum dritten Mal hintereinander das größte Sportereignis der Welt in Asien stattfinden.

Pekings Vorteil bei der Bewerbung war, dass die Stadt große Erfahrung im Organisieren von Großveranstaltungen hat. Für die Winterspiele 2022 sollen sechs Wettkampfstätten genutzt werden, die für die Olympischen Sommerspiele 2008 gebaut wurden.

Die Kandidatur Pekings war aber dennoch hochumstritten. In Chinas Hauptstadt fällt kaum einmal Schnee, für Wintersport-Veranstaltungen müssen riesige Mengen Kunstschnee produziert werden. Das bedeutet neben hohen Kosten auch einen starken Eingriff in die Natur. Zudem steht China wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik - das gilt allerdings auch für den unterlegenen Bewerber.

Vor oder während des Bewerbungsverfahrens für 2022 hatte eine ganze Reihe interessierter Städte oder Regionen ihre angedachte Kandidatur zurückgezogen. Neben München beispielsweise Graubünden, Oslo und Stockholm. Zumeist wegen mangelnder Unterstützung in der Bevölkerung oder zu hoher Kosten.

Video: Pekings Bewerbung

REUTERS

cte/dpa/sid



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insgesamt 83 Beiträge
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Seite 1
maipiu 31.07.2015
1. Corruption at its best!
Bescheuert hoch drei! Olympisches Schneerutschen auf Kunstschnee mit hunderten von Kilometern auseinanderliegenden Veranstaltungsorten. Hat mal jemand geschaut, auf welchem Breitengrad Peking liegt?
DerExperte 31.07.2015
2.
Katar, Russland, Peking, Almaty, Baku... Man bekommt das Gefühl, sportliche Großveranstaltungen finden nur noch in Bananenrepubliken statt.
Humboldt 31.07.2015
3. abstoßend
Als großer Fan von Olympischen Spielen finde ich die Entscheidung für Peking abstoßend und nicht zukunftsweisend. Das IOC sollte bedenken, das auch bei den treuesten Fans das Interesse an den Spielen endlich ist!
rickmarten 31.07.2015
4. Das wird wieder perfekt
Herzlichen Glückwunsch. Die Stadt an sich ist kein typischer Wintersportort. Die Chinesen werden aber sicher wider ein perfekter Gastgeber sein. Ich sehe schon wieder das Geheule: "aber die Menschenrechte".
ackergold 31.07.2015
5.
Wenn es gar keine Orte mit richtigem Winter mehr gibt und die Olympische Spiele durchführen wollen und können, dann ist die olympische Idee restlos am Ende. Winterspiele in Sotschi, Peking, bald auch in Kinshasa.
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