Deutsche Rodler vor Olympia "Es muss mal langsam etwas besser werden"

Felix Loch und Natalie Geisenberger stehen im Einsitzer beide vor dem Gesamtsieg im Rodel-Weltcup. In Lillehammer hatten sie aber erneut Probleme. Der Bundestrainer fordert eine Steigerung vor Olympia.

Felix Loch
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Felix Loch


Drei Wochen sind es noch bis zu den Winterspielen in Pyeongchang. In Olympia-Form präsentieren sich die deutschen Rodler aktuell aber noch nicht. Felix Loch ist im norwegischen Lillehammer nur auf den fünften Platz gefahren. "Es muss mal langsam etwas besser werden. Insgesamt muss bei den Männern Stabilität rein", sagte Bundestrainer Norbert Loch, Vater von Felix, in der ARD: "Das ist etwas, das mir stinkt."

Loch steht zwar vor seinem sechsten Sieg im Gesamtweltcup. Große Patzer wie nun in Norwegen dürfen dem Deutschen in Südkorea allerdings nicht passieren, wenn er die Goldmedaille holen will. Ein Fehler am Ausgang der berüchtigten Kurve 13 kostete Loch in Lillehammer beim Sieg des Italieners Dominik Fischnaller eine Platzierung auf dem Podest.

"Da ärgert man sich unendlich. Vielleicht war die Ausfahrt zu schön. Aber das sollte nicht passieren, das darf nicht passieren", sagte Loch im Anschluss. Zuvor hatte er noch prophezeit, es gewinne derjenige, "der die wenigsten Fehler macht". Und dann folgte er, der Fehler.

Der dreifache Olympiasieger musste sich sogar noch hinter seinem viertplatzierten Teamkollegen Johannes Ludwig einreihen. Andi Langenhan, ein weiterer Olympiastarter landete auf Platz 19. Der ehemalige Vizeweltmeister Ralf Palik fuhr auf Rang 22, Chris Eißler wurde 32. und damit Letzter.

Auch die Frauen verpassen den Sieg in Lillehammer

Bereits am Samstag hatten auch die deutschen Frauen Probleme auf der Olympiabahn von 1994. Insgesamt schafften die Rodlerinnen zwar ein gutes Teamergebnis, aber der Sieg ging überraschend nicht an eine deutsche Athletin. "Es war relativ hart für mich", sagte Natalie Geisenberger. Auch sie steht vor ihrem sechsten Gesamtsieg im Weltcup.

Aber in Lillehammer ging der erste Platz wieder mal nicht an die Olympiasiegerin, sondern an die US-Amerikanerin Summer Britcher. Erst dahinter ordenten sich Geisenberger, die nicht für Olympia nominierte Julia Taubitz sowie Weltmeisterin Tatjana Hüfner auf den Plätzen zwei, drei und vier ein.

Die zuletzt so starke Dajana Eitberger, die sich durch die Plätze eins, zwei und eins in den vorigen drei Rennen zur Mitfavoritin für die Winterspiele aufgeschwungen hatte, stürzte gegen Ende des zweiten Laufes. "Sie hat den Schlitten über den gesamten Lauf nicht in den Griff bekommen, sie war wohl etwas übermotiviert", sagte Bundestrainer Loch. Im Hinblick auf Olympia (9. bis 25. Februar) beruhigte er aber: "Ich glaube, ihr fehlt nichts. Es ist alles in Ordnung."

Einzig bei den Doppelsitzern feierte das deutsche Team einen Sieg: Bei den Die Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken untermauerten unterdessen ihre Favoritenstellung. Das Duo gewann vor den Österreichern Peter Penz/Georg Fischler und den deutschen Olympiasiegern Tobias Wendl/Tobias Arl. Für Eggert/Benecken war es bereits der achte Sieg im zehnten Saisonrennen.

aev/sid



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