Winterspiele in Pyeongchang IOC-Vertreter rechnet mit Olympiateilnahme Nordkoreas

Offenbar steigen die Chancen, dass Nordkorea in gut einem Monat bei den Olympischen Spielen in Südkorea teilnimmt. Das berichtet eine japanische Nachrichtenagentur. Es wäre ein wichtiges politisches Signal.

Südkoreanischer Soldat neben einem Werbeplakat
Getty Images

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Nordkorea wird nach Angaben seines Vertreters beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) "wahrscheinlich" an den Winterspielen in Südkorea teilnehmen. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Pjöngjangs IOC-Vertreter Chang Ung äußerte sich demnach entsprechend bei einem Zwischenstopp am Flughafen von Peking.

Dem Bericht zufolge war Chang offenbar auf dem Weg in die Schweiz, wo das IOC seinen Hauptsitz hat. In Lausanne wolle der nordkoreanische Vertreter womöglich über die Teilnahme seines Landes an den Winterspielen beraten, hieß es. Der Chef des Organisationskomitees der Winterspiele, Lee Hee Beom, hatte am Mittwoch gesagt, Südkorea sei gut vorbereitet auf eine Teilnahme nordkoreanischer Sportler.

In den vergangenen Monaten hatte Nordkorea die internationale Gemeinschaft mit mehreren Raketentests und dem sechsten, bislang gewaltigsten Atomtest provoziert. Seit Jahresbeginn kam aber Bewegung in den Konflikt. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatte in seiner Neujahrsansprache zwar erneut den USA gedroht, aber auch Dialogbereitschaft mit dem Süden signalisiert. Dabei deutete er auch an, dass sein Land an den Olympischen Winterspielen teilnehmen könnte. Diese finden vom 9. bis 25. Februar im südkoreanischen Pyeongchang statt.

Am Mittwoch schalteten Nord- und Südkorea dann einen seit knapp zwei Jahren abgeschalteten Kommunikationskanal wieder frei. Für kommenden Dienstag sind die ersten direkten Gespräche zwischen Nord- und Südkorea seit mehr als zwei Jahren geplant.

Nordkorea - Die Chronik des Konflikts

Bei dem Treffen im Grenzort Panmunjom in der entmilitarisierten Zone soll unter anderem über die mögliche Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen beraten werden. Die seit Jahrzehnten verfeindeten koreanischen Nachbarn wollen außerdem über andere Themen zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen sprechen.

aev/AFP

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