Paralympische Winterspiele Schaffelhuber triumphiert zum vierten Mal

Viertes Rennen, viertes Gold: Anna Schaffelhuber dominiert die alpinen Ski-Wettbewerbe bei den Paralympischen Winterspielen in Sotschi. Die Monoskifahrerin triumphierte nun auch in der Super-Kombination. Nur die 21-Jährige und eine Teamkollegin wurden gewertet.

Monoskifahrerin Schaffelhuber: Vierter Sieg beim vierten Start
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Monoskifahrerin Schaffelhuber: Vierter Sieg beim vierten Start


Hamburg - Sie wird immer mehr zum prägenden Gesicht der Paralympischen Winterspiele in Sotschi: Anna Schaffelhuber hat auch bei ihrem vierten Start die Goldmedaille gewonnen. Die 21-Jährige siegte in der Super-Kombination in der sitzenden Klasse vor ihrer Teamkollegin Anna-Lena Forster.

Kurios: Lediglich die beiden Deutschen wurden gewertet. Von den ursprünglichen fünf Starterinnen in der Super-Kombination hatte Laurie Stephens aus den USA auf ihren Start im abschließenden Super-G-Lauf verzichtet. Zudem stürzten die Britin Anna Turney und Claudia Lösch aus Österreich. "So etwas habe ich auch noch nicht erlebt", sagte Karl Quade, Chef de Mission des deutschen Teams. Er forderte, "diese Wettbewerbe bei den Sitzenden besser zu promoten, damit wir dort auch mehr Starterinnen haben".

Trotz der Umstände wollte sich Schaffelhuber den Sieg nicht madig reden lassen. "Gemütlich kann man hier trotzdem nicht runterfahren, das wäre den Spielen nicht würdig gewesen", sagte die Siegerin. Als sie nach den zwei Slalomläufen vom Dienstag beim Auftakt des geteilten Wettbewerbs als Kombinationsführende auf die Piste ging, hatte es bis dato einzig Forster ins Ziel geschafft. Eine Medaille war also bereits sicher. "Ich habe aber schon Gas gegeben. Ansonsten hätte es nicht zur Goldmedaille gereicht", sagte sie später. Auch Quade legte Wert darauf, "dass unsere beiden Mädels hier nicht nur einfach heruntergerutscht sind".

An den Vortagen hatte Schaffelhuber bereits die Abfahrt, den Super-G und den Slalom - ebenfalls vor Forster - für sich entschieden. Am Sonntag darf die Monoskifahrerin im Riesenslalom sogar noch auf ihren fünften Triumph hoffen.

Auch in der stehenden Klasse holte eine deutsche Athletin eine Medaille: Andrea Rothfuss sicherte sich in der Super-Kombination die Silbermedaille hinter der Französin Marie Bochet. Zuvor hatte Rothfuss bereits die Goldmedaille im Slalom abgeräumt. Bei ihren ersten beiden Starts in Sotschi war Rothfuss in der Abfahrt und im Super G jeweils ausgeschieden.

Für eine weitere Medaille hatte zuvor schon Biathletin Anja Wicker mit Silber im Biathlon gesorgt. Auch für die 22-Jährige war es die zweite Medaille bei den Spielen in Sotschi.

max/pni/dpa/sid

insgesamt 3 Beiträge
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josefinebutzenmacher 14.03.2014
1. Also Frau Schafflhuber ist echt gut.i
Leider wird Sie ihre Siege nicht in Bares um Münzen können wie der Hackl Schorsch oder die anderen werbetreibenden Sportler. Schade. Sie hätts verdient.
Tahlos 14.03.2014
2. Goldmedaille
bei 2 Starterinnen.... Ähm, ja - dazu fällt mir jetzt nicht wirklich etwas ein.
Terc wai Maseet 14.03.2014
3. lesen können ...
---Zitat--- Kurios: Lediglich die beiden Deutschen wurden gewertet. Von den ursprünglichen fünf Starterinnen in der Super-Kombination hatte Laurie Stephens aus den USA auf ihren Start im abschließenden Super-G-Lauf verzichten. Zudem stürzten die Britin Anna Turney und Claudia Lösch aus Österreich. ---Zitatende--- Dafür, dass der gemeldete Rest der Fahrerinnen nicht antritt, ausfällt oder stürzt, kann sie ja wohl nichts. Dass sie fahren kann, hat sie ja eh schon bewiesen! Allerdings ist es schade, dass so wenige in dieser Sportart antreten!
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