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Paralympics in Sotschi: DBS-Präsident Beucher schlägt Mittagessen mit Putin aus

Der Chef des Deutschen Behindertensportverbandes hat während der Paralympics von Sotschi eine Einladung zum Mittagessen mit Wladimir Putin abgelehnt. Schon zuvor hatte Friedhelm Julius Beucher den russischen Präsidenten für seine Krim-Politik kritisiert.

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DPA

DBS-Präsident Beucher: Kein Essen mit dem Präsidenten

Hamburg - Einen Boykott der Paralympics im russischen Sotschi hat Friedhelm Julius Beucher vor den Spielen ausgeschlossen. Doch nun übt sich der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) offenbar im kleinen Protest gegen die umstrittene Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Krim-Krise: Beucher schlug eine Einladung Putins zu einem Mittagessen aus.

Er werde nicht daran teilnehmen, ließ der langjährige Bundestagsabgeordnete mitteilen. Beucher hatte Putin zuletzt immer wieder für sein Vorgehen in dem Konflikt mit der Ukraine kritisiert, wollte aber im Laufe des Tages noch detailliert Stellung zu seinen Beweggründen beziehen.

Seit mehreren Wochen streiten Russland und die Ukraine um die rund 450 Kilometer von Sotschi entfernte Halbinsel Krim im Süden der Ukraine. Zahlreiche Regierungsvertreter, darunter die der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands boykottierten deshalb die Eröffnungsfeier der Paralympics.

Das ukrainische Team hatte ebenfalls einen Boykott der Wettbewerbe in Erwägung gezogen, sich aber schließlich zur Teilnahme entschlossen.

psk/dpa/sid

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1. Mittagessen mit Putin
hans.klatt 13.03.2014
Zitat von sysopDPADer Chef des Deutschen Behindertensportverbandes hat während der Paralympics von Sotschi eine Einladung zum Mittagessen mit Wladimir Putin abgelehnt. Schon zuvor hatte Friedhelm Julius Beucher den russischen Präsidenten für seine Krim-Politik kritisiert. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/paralympics-dbs-praesident-schlaegt-mittagessen-mit-putin-aus-a-958435.html
Ich glaube. Herr Beucher ist als Praesident unfaehig, denn was der Sport mit der Politik zu tun. Noch schlimmer ist es, dass ein ehemaliger Bundestagsbgeordneter solch eine Funktion bwekommt. Tauchen da nicht Interessenkonflikte auf?Herr Beucher sollte sich ein Beispiel vom IOC Praesidenten Bach zur Grundlage machen. Sport ist Sport und keine Politik. Hier geht es um die Sportler Herr Beucher. niedersachsenexpress
2. Titel sind aus
SirTurbo 13.03.2014
Zitat von sysopDPADer Chef des Deutschen Behindertensportverbandes hat während der Paralympics von Sotschi eine Einladung zum Mittagessen mit Wladimir Putin abgelehnt. Schon zuvor hatte Friedhelm Julius Beucher den russischen Präsidenten für seine Krim-Politik kritisiert. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/paralympics-dbs-praesident-schlaegt-mittagessen-mit-putin-aus-a-958435.html
Ich hoffe mal daß er dem Obama auch sagen würde wo der sich die Einladung hinstecken kann?
3. Gut so!
pp25 13.03.2014
Endlich mal jemand, der Courage beweist! Es ist die einzig richtige Entscheidung, so eine Einladung abzulehnen. Anders als der unsägliche Herr Bach, der vermutlich schon "per du" mit unserem lupenreinen Demokraten Wladimir Putin ist. Wie heißts so schön? Gleich und gleich gesellt sich gern...
4. Wie, Was?
dotter101 13.03.2014
Zitat von hans.klattIch glaube. Herr Beucher ist als Praesident unfaehig, denn was der Sport mit der Politik zu tun. Noch schlimmer ist es, dass ein ehemaliger Bundestagsbgeordneter solch eine Funktion bwekommt. Tauchen da nicht Interessenkonflikte auf?Herr Beucher sollte sich ein Beispiel vom IOC Praesidenten Bach zur Grundlage machen. Sport ist Sport und keine Politik. Hier geht es um die Sportler Herr Beucher. niedersachsenexpress
heh? NAja Ich weiss ja nicht was SIe versuchen zu sagen, Ich kann es mir denken aber es macht trotzdem keinen Sinn.
5. Treffen
BettyB. 13.03.2014
Traf der Friedensnobelpreistråger Obama Putin und der fragte: "Ob ich wegen der Krim jetzt auch den Preis bekomme oder muss man dafür auch schießen? "
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Bei den Winter-Paralympics gibt es 72 Entscheidungen. Es gehen Sportler mit unterschiedlichsten Behinderungen an den Start - Rollstuhlfahrer, Blinde und Armamputierte. Wie können sich Athleten mit so unterschiedlichen körperlichen Fähigkeiten messen? Die Einteilung im Überblick.
Ski alpin
Die Sportler werden entsprechend ihrer Klassifizierung in drei Gruppen eingeteilt - sitzend, stehend und sehbehindert. Zu den Sitzenden, die auf einem Monoski mit Sitz fahren, zählen die Sportler der Klassifizierungen von LW2 bis LW9 - also die mit Beeinträchtigung der Beine oder Arme oder aller Gliedmaßen. Die Stehenden sind Sportler der Klassifizierung LW10 bis LW12. Sie alle haben Beinbehinderungen. Bei den Sehbehinderten, die einen Begleitläufer haben, gibt es drei Klassen (B1 bis B3). Ausnahme sind die Snowboarder, bei denen es nur einen Stehend-Wettbewerb gibt (SB LL und SB UL).
Biathlon und Langlauf
Auch bei den nordischen Skidisziplinen gibt es die Gruppen sitzend (LW2 bis LW9), stehend (LW10 bis LW12) und sehbehindert (B1 bis B3). Hier wird ein kompliziertes Prozent-System genutzt, um die gewertete Zeit jedes Athleten zu berechnen. So ist es möglich, dass ein Sportler, der in der Loipe nicht der schnellste war, dennoch der Sieger ist. Dazu wird jedem Teilnehmer ein Wert zugewiesen, der sich nach dem Grad seiner Behinderung und seiner Klassifizierung ergibt. Auch hier haben die Sitzenden einen Monoski mit Sitz und die Sehbehinderten je nach Klassifizierung einen Begleitläufer. Beim Schießen im Biathlon peilen die Sportler mit beeinträchtigtem Sehvermögen die Zielscheiben mithilfe von akustischen Signalen an.
Sledge-Eishockey
An dieser spektakulären Sportart dürfen nur Athleten einer Schadensklasse teilnehmen. Die Spieler müssen eine Behinderung im unteren Teil ihres Körpers haben, also etwa Muskelschwächen an den Beinen. Auch Querschnittsgelähmte zählen dazu. Die Sportler sitzen auf einem Schlitten dicht über dem Eis und haben in beiden Händen einen Schläger.
Rollstuhl-Curling
Auch beim Curling dürfen nur Sportler teilnehmen, die schwere Behinderungen ihrer unteren Körperhälfte haben. Der Großteil der Athleten ist auf einen Rollstuhl angewiesen. In jedem Team muss mindestens eine Frau sein. Wischen ist beim Rollstuhl-Curling nicht erlaubt.


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