Paralympische Winterspiele Skirennfahrerin Rothfuss trägt deutsche Fahne

13 deutsche Athleten werden bei den am Freitag beginnenden Paralympischen Winterspielen an den Start gehen - und sie führt das Team bei der Eröffnungsfeier ins Stadion: Andrea Rothfuss. Die Skirennfahrerin freut sich über die "riesige Ehre".

Andrea Rothfuss: 24 Jahre alt, Skirennfahrerin, Fahnenträgerin
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Andrea Rothfuss: 24 Jahre alt, Skirennfahrerin, Fahnenträgerin


Hamburg - Andrea Rothfuss ist Fahnenträgerin der deutschen Mannschaft bei den Winter-Paralympics in Sotschi. Die 24 Jahre alte alpine Skirennläuferin wird damit am Freitag bei der Eröffnungsfeier an der Spitze der 13 Sportler starken Mannschaft ins Fischt-Stadion einlaufen. Sie ist zum dritten Mal nach 2006 und 2010 bei Paralympics und hat bislang dreimal Silber und zweimal Bronze gewonnen.

Rothfuss freute sich über die Wahl: "Cool. Das ist eine riesige Ehre, als Erste der Mannschaft ins Stadion einzulaufen. Ich werde unser Team stolz anführen." 2010 in Vancouver hatte der inzwischen zurückgetretene Skilangläufer Frank Höfle die deutsche Fahne getragen.

Rothfuss ist eine der großen Gold-Hoffnungen der deutschen Mannschaft. Vor vier Jahren in Vancouver hatte sie sich noch unbändig über zweimal Silber und zweimal Bronze gefreut. In Sotschi will sie nun den ersten Paralympics-Sieg holen. "Als Sportler ist man nicht dabei, um Silber zu gewinnen", stellte sie klar. Ihre größte Konkurrentin ist die Französin Marie Bochet, die die Weltcup-Rennen in dieser Saison dominiert hat.

luk/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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mangeder 06.03.2014
1. Furchtbar
Diesen überzogenen Nationalismus und die Verehrung von einem bunten Fetzen Stoff und das ständige Geschwurbel von einer "riesen Ehre", einen Fetzen Stoff herumtragen "zu dürfen", sollte man Sekten und religiösen Fanatikern überlassen - aber das sollte nichts im Sport zu suchen haben. Wann schafft es die (angeblich zivilisierte) Menschheit endlich, Sportveranstaltungen ohne Nationalflaggen und Nationahymnen abzuhalten? Es sollte nur noch um Sport und die Leistung der Athleten gehen, nicht mehr um Anbetung und Überhöhung von Nationen.
Incubus6 06.03.2014
2. Russland Boykott
Ich frage mich was da deutsche Sportler und Funktionäre zu suchen haben. Ach so fröhlige Spiele in einem Land, was gerade Teile seines Nachbarns besetzt hat. Ist ja schön. Da warte ich mal auf das Gemurmel vom Bach, von wegen heitere und lustige Spiele.
rochush 06.03.2014
3. ...
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum diese Mannschaft nach Sotchi fährt. Die Paralympics sollten boykottiert werden...
profsurgical 06.03.2014
4. Reiner Opportunismus !!
Da sollte unter DEN Umständen nun weltweit KEINER hinfahren ! Niemand !! Komplettboykott gegen Putin !!
unsereins 06.03.2014
5. Schändlich!!!!
Der offiziell für Deutschland anreisende Staatssekretär und die Aktiven sollten sich an der Vorsitzenden des Behindertensports ein Beispiels nehmen und aus Protest gegen die gewaltsame Eroberungspolitik Putins durch Fernbleiben protestieren. Und im Übrigen sind die ganzen national-chauvinistischen Rituale mit Nationalhymnen, Fahnen und Nationenwertungen (!!!)überlebt und Rituale aus dem 19. Jahrhundert und die Sportler werden zu stummen, gedopten Ratten in ihren jeweiligen Laufrädern herabgewürdigt, die sogar noch nicht einmal Trauer zeigen dürfen! Die Olympischen Spiele sind pervertiert und zu ekelerregenden, montrösten Ereignissen geworden.
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