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Wintersport: Beckert-Geschwister erfüllen Olympia-Norm

Eisschnellläufer Beckert: Erstes Podiumsplatzierung für die deutsche Männer Zur Großansicht
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Eisschnellläufer Beckert: Erstes Podiumsplatzierung für die deutsche Männer

Eisschnellläufer Patrick Beckert hat in Astana eine starke Leistung gezeigt und sich für die Olympischen Winterspiele qualifiziert. Ebenfalls in Sotschi dabei ist seine Schwester Stephanie Beckert. Rodel-Weltmeisterin Natalie Geisenberg unterlief in der Staffel ein schwerer Fehler.

Hamburg - Sie ging am Sonntag gar nicht an den Start, dennoch konnte Stephanie Beckert jubeln. Trotz mäßiger Leistungen beim Eisschnelllauf-Weltcup in Astana darf die 25-Jährige bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi (7. bis 23. Februar) über die 5000 Meter an den Start gehen. "Ich wollte es gar nicht glauben und habe noch zweimal nachgefragt", sagte Beckert. Teamchef Helge Jasch hatte ihr per E-Mail das Ergebnis seiner nächtlichen Regelwerk-Studien mitgeteilt.

"Es ist zu 100 Prozent sicher: Sie ist dabei", bestätigte Jasch der Nachrichtenagentur dpa. Beckert hatte zwar am Freitag nur die fünftbeste Zeit in der B-Gruppe erreicht, allerdings waren auch in der A-Gruppe nur vier Läuferinnen schneller als sie. Dadurch rutschte Beckert über die Liste der Zeitschnellsten doch noch ins Feld der 16 Olympia-Starterinnen.

Ebenfalls für die Winterspiele qualifiziert ist ihr Bruder Patrick Beckert. Der 23-Jährige zeigte über die 10.000 Meter mit Rang drei eine starke Leistung. In 13:18,73 Minuten sicherte er sich den ersten deutschen Podestplatz der Männer in dieser Saison. Überraschend konnte sich mit Alexej Baumgärtner ein weiterer Deutscher die Olympia-Teilnahme sichern. Als Vierter der B-Gruppe war er in 13:16,34 Minuten schneller als zehn Läufer in der A-Kategorie.

Die Olympia-Norm erfüllte auch der deutsche Meister Nico Ihle über 500 Meter. In 35,37 Sekunden belegte er Rang 16, nachdem er am Samstag 15. geworden war. Zur Erfüllung der Norm des Deutschen Olympischen Sportbundes müssen Eisschnellläufer einen Platz unter den Top acht oder zwei Ränge in den Top 16 des Weltcups erreichen.

Langlauf: Herrmann schafft Olympia-Norm

Beim Weltcup-Auftakt der Langläufer hat Marit Björgen das abschließende Verfolgungsrennen über zehn Kilometer im finnischen Kuusamo gewonnen. Die Norwegerin sicherte sich mit dem Erfolg auch das "Ruka-Triple", die Gesamtwertung der drei ersten Rennen des Winters. Beste Deutsche war erneut Denise Herrmann, die als Achte ins Ziel kam und auch in der Ruka-Wertung diesen Platz belegte. Zudem erfüllte Herrmann bereits die Olympia-Norm.

Die übrigen DSV-Athletinnen verpassten erneut die geforderten Top 15: Nicole Fessel landete in der Gesamtwertung auf Rang 27, die zweimalige Olympiasiegerin Claudia Nystad beendete ihr erstes Weltcup-Wochenende nach mehr als drei Jahren Pause auf dem 36. Platz.

Auch bei den Männern gab es einen norwegischen Erfolg. Martin Johnsrud Sundby gewann das 15-Kilometer-Verfolgungsrennen und den Ruka-Gesamtsieg. Die deutschen Athleten konnten keine Akzente setzen. Tim Tscharnke kam auf Platz 25, Thomas Bing auf Rang 26. Eine akzeptable Leistung lieferte Jens Filbrich ab, der sich von Rang 60 auf Platz 35 nach vorn schob. Axel Teichmann musste wegen Rückenbeschwerden auf einen Start verzichten.

Rodeln: Geisenberg patzt beim Staffel-Start

Rodel-Weltmeisterin Natalie Geisenberg hat auch das dritte Rennen der Saison gewonnen. Beim Heim-Weltcup in Winterberg fuhr die 25-Jährige überlegen ihren insgesamt 19. Sieg ein. Auf Rang zwei kam Olympiasiegerin Tatjana Hüfner, die in der Vorbereitung mit anhaltenden Rückenproblemen zu kämpfen hatte, nun aber erneut ihre aufsteigende Form bestätigte. Anke Wischnewski komplettierte den deutschen Dreifacherfolg. In der Staffel unterlief Geisenberg hingegen ein schwerer Fehler am Start, das deutsche Team landete deshalb auf dem neunten und damit letzten Platz. Der Sieg ging an Italien vor den USA und Österreich.

Kombination: DSV-Staffel von Vier auf Zwei

Die deutschen Kombinierer haben beim Mannschaftswettbewerb in Kuusamo Rang zwei belegt. Das DSV-Quartett mit Björn Kircheisen, Manuel Faißt, Johannes Rydzek und Weltmeister Eric Frenzel musste lediglich Norwegen um 30,7 Sekunden den Vortritt lassen. Dritter wurde Japan. Nach dem Springen hatte das deutsche Team noch auf dem vierten Rang gelegen, in der 4x5-Kilometer-Staffel waren die Norweger nicht zu bezwingen.

max/dpa

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