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Biathlon in Chanty-Mansijsk: Peiffer Zweiter in der Verfolgung, Fourcade holt Gesamtweltcup

Er lag beim letzten Schießen in Führung, doch dann blieb eine Scheibe stehen: Arnd Peiffer hat den Sieg im Verfolgungsrennen im russischen Chanty-Mansijsk knapp verpasst. Der Deutsche wurde Zweiter hinter dem Franzosen Martin Fourcade, der nun auch Weltcup-Gesamtsieger ist.

Gesamtsieger Fourcade (l.), Zweiter Peiffer: Enges Duell in Chanty-Mansijsk Zur Großansicht
Getty Images

Gesamtsieger Fourcade (l.), Zweiter Peiffer: Enges Duell in Chanty-Mansijsk

Hamburg - Arnd Peiffer ist beim Weltcup-Finale in Chanty-Mansijsk auf den zweiten Platz in der Verfolgung gelaufen. Der deutsche Biathlet musste sich wie am Freitag im Sprint dem Franzosen Martin Fourcade mit 19,6 Sekunden Rückstand geschlagen geben, der sich in 34:47,1 Minuten den Sieg auf der 12,5 Kilometer langen Strecke sicherte. Dritter wurde der Norweger Emile Hegle Svendsen (+34,7 Sekunden).

"Es ist sehr schön, wieder auf dem Podium zu stehen. Es wäre heute auch mit einem fehlerfreien Schießen sehr schwer geworden, Martin zu schlagen", sagte Peiffer: "Es ist hier schon ein großer Unterschied im Vergleich zur WM in Ruhpolding, wo der Druck doch sehr groß war."

Fourcade sicherte sich zudem erstmals den Sieg im Gesamtweltcup. Insgesamt war es der achte Triumph in dieser Saison für den Franzosen, der bei der Biathlon-WM in Ruhpolding drei Goldmedaillen holen konnte.

Der Franzose zeigte im Verfolgungsrennen eine starke Laufleistung. Peiffer und Fourcade lieferten sich bis zum letzten Schießen ein knappes Duell, beide Biathleten mussten jeweils einmal in die Strafrunde.

Greis enttäuscht, will aber trotzdem weitermachen

Peiffer war als Zweiter ins Rennen gegangen, hatte jedoch nach einem Fehler von Fourcade zwischenzeitlich die Führung übernommen. Der Franzose kämpfte sich trotz Strafrunde wieder heran. Beim letzten Stehendanschlag ließ Peiffer dann ebenfalls eine Scheibe stehen - und musste Fourcade ziehen lassen.

Andreas Birnbacher belegte nach zwei Schießfehlern Rang 14. Florian Graf (3 Fehler) kam als 27. einen Platz vor Benedikt Doll (2) ins Ziel. Daniel Böhm musste dreimal in die Strafrunde und wurde 34.

Routinier Michael Greis ließ fünf Scheiben stehen und landete auf einem enttäuschenden 43. Rang. Im Anschluss an das Rennen kündigte der 35-Jährige an, seine Karriere fortsetzen zu wollen. "Diese Saison war sehr hart. Ich habe zwischenzeitlich ans Anhören gedacht", sagte Greis. Doch die WM habe ihm neue Motivation verschafft: "Ich werde es nochmal angehen."

Für die Männer endet die Saison am Sonntag mit dem Massenstart über 15 Kilometer (10.30 Uhr). Am Samstagnachmittag starten Magdalena Neuner und Co. noch in der Frauen-Verfolgung (13.45 Uhr, jeweils Liveticker SPIEGEL ONLINE).

bka/sid

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2010 Emil Hegle Svendsen (Norwegen)
2009 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2008 Ole Einar Bjørndalen (Norwegen)
2007 Michael Greis (Deutschland)
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