Hamburg - Russland ist nach einem 6:2 (2:1, 2:0, 2:1) über Titelverteidiger Finnland ins Endspiel der Eishockey-WM eingezogen. NHL-Top-Scorer Jewgeni Malkin besiegte die Gastgeber im ersten Halbfinale mit drei Toren (16. Minute/20./38.) fast im Alleingang. Die weiteren Treffer für Russland erzielten Alexander Owetschkin (30.), Denis Kokarew (42.) und Sergej Schirokow (49.). Für Finnland trafen Janne Niskala (8.) und Mikael Granlund (57.).
Damit ist Russland nur noch einen Sieg vom 26. WM-Titel entfernt. Im Endspiel trifft der Rekordweltmeister am Sonntag (19.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLIEN) auf die Slowakei, die Tschechien 3:1 (1:0, 0:1, 2:0) bezwang. Es ist die Neuauflage des WM-Finales von 2002, das damals die Slowakei für sich entscheiden konnte. Den Finnen und Tschechen bleibt nur noch die Chance auf die Bronzemedaille, sie treffen im Spiel um Platz drei aufeinander.
Vor 13.000 Zuschauern in Helsinki war Finnland sogar in Führung gegangen. Nach Niskalas abgefälschtem Schlagschuss von der blauen Linie fand der Puck den Weg ins Tor. Die Russen antworteten mit etlichen Angriffen und konnten sich auf Malkin verlassen. Der Stürmer drehte mit seinen Turniertreffern Nummer acht und neun noch im ersten Drittel die Partie. Später machte Malkin mit dem dritten Tor seinen Hattrick perfekt.
Das Duell Finnland gegen Russland war auch die Neuauflage der Halbfinalpartie vom vergangenen Jahr, als die Finnen gewonnen hatten. "Die Zeit für die Revanche ist gekommen", hatte der frühere russische Nationaltorwart und heutige Verbandschef Wladislaw Tretjak im Vorfeld angekündigt. Er sollte Recht behalten.
Satan trifft doppelt gegen Tschechien
Außenseiter Slowakei gelang im zweiten Halbfinale ein Überraschungssieg über den zwölfmaligen Weltmeister Tschechien. Matchwinner beim 3:1 (1:0, 0:1, 2:0) war Miroslav Satan, der 37-Jährige erzielte zwei Tore (16./41.). Das dritte Tor für die Slowaken schoss Libor Hudacek. Michael Frolik gelang in der 31. Minute nur der zwischenzeitliche Ausgleich.
In einer umstrittenen Szene im ersten Drittel entschied das Schiedsrichtergespann mit dem deutschen Lars Brüggemann bei einer Attacke gegen den tschechischen NHL-Star Martin Erat nicht auf Strafe. Erat musste in die Kabine und konnte nicht weiterspielen. Kurz darauf erzielte Satan die Führung.
rei/dpa/sid
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