NHL: Playoff-Aus für Seidenberg und Meister Boston

Der Titelverteidiger ist raus: Im entscheidenden Spiel gegen die Washington Capitals versagten den Boston Bruins in der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL die Nerven. Auch der deutsche Nationalspieler Dennis Seidenberg konnte die Erstrunden-Niederlage nach Verlängerung nicht verhindern.

Entthronter Champion Boston: Niedergeschlagenheit nach dem Aus Zur Großansicht
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Entthronter Champion Boston: Niedergeschlagenheit nach dem Aus

Hamburg - Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Dennis Seidenberg ist mit den Boston Bruins in der ersten Runde der NHL-Playoffs gescheitert. Im entscheidenden siebten Spiel der Serie unterlag der Titelverteidiger den Washington Capitals 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:1) nach Verlängerung. In den Vorjahres-Playoffs hatten die Bruins auf dem Weg zur Meisterschaft noch alle drei Serien, die über die volle Distanz gingen, für sich entschieden.

Nach 2:57 Minuten in der Verlängerung platzte diesmal vor 17.565 Zuschauern im heimischen TD Garden der Traum von der Titelverteidigung. Joel Ward erzielte den entscheidenden Treffer. In der regulären Spielzeit hatte Bostons Tyler Seguin die Capitals-Führung von Matt Hendricks ausgeglichen.

Ausgerechnet Verteidiger Seidenberg, der in allen Spielen zu den besten Bruins gehörte, konnte vor dem 1:2 den Puck nicht konsequent aus dem eigenen Drittel klären. Mike Knuble fing die Scheibe ab und schloss sofort ab. Bostons Keeper Tim Thomas blockte den Schuss zwar, doch Ward stand richtig. Wenige Sekunden zuvor hatte Patrice Bergeron für die Gastgeber eine Großchance zum Sieg vergeben. "Es ist ein komisches Gefühl: Erst machen wir fast das 2:1 - und Sekunden später ist alles aus", sagte Seidenberg.

Das Duell zwischen Boston und Washington war die ausgeglichenste Playoff-Serie der NHL-Geschichte. Jedes der sieben Spiele wurde nur mit einem Tor Unterschied gewonnen. Vier Begegnungen gingen in die Verlängerung.

csp/sid/dpa

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Der NHL-Modus
Die 30 Teams der National Hockey League (NHL) spielen in sechs Gruppen (Divisions) zu je fünf Mannschaften. Die Aufteilung richtet sich nach der geografischen Lage der Heimatorte. Jeweils drei Divisions bilden die Eastern und die Western Conference. In der Hauptrunde (Regular Season) absolviert jedes Team 82 Spiele. Die Playoffs werden zunächst in der jeweiligen Conference ausgespielt: Qualifiziert sind die drei Division-Sieger sowie die fünf nächsten punktbesten Mannschaften der Conference. Gespielt wird nach dem Modus Best of seven. Der Sieger der Eastern und der Sieger der Western Conference bestreiten das Finale um den Stanley Cup. Dieser wird seit 1894 ausgespielt und ist damit eine der ältesten Mannschaftstrophäen der Welt.

Die Stanley-Cup-Sieger seit 2000*
Jahr Gewinner Saison-MVP
2014 Los Angeles Sidney Crosby
2013 Chicago Alexander Owetschkin
2012 Los Angeles Jewgeni Malkin
2011 Boston Corey Perry
2010 Chicago Henrik Sedin
2009 Pittsburgh Alexander Owetschkin
2008 Detroit Alexander Owetschkin
2007 Anaheim Sidney Crosby
2006 Carolina Joe Thornton
2004 Tampa Martin St. Louis
2003 New Jersey Peter Forsberg
2002 Detroit José Théodore
2001 Colorado Joe Sakic
2000 New Jersey Chris Pronger
*2004/2005 fiel die komplette Saison wegen eines Tarifstreits zwischen Team-Besitzern und Spielern aus