Siegesserie gerissen: Rodlerinnen kassieren erste Pleite seit 13 Jahren

Der vorzeitige Sieg im Gesamtweltcup dürfte Tatjana Hüfner kaum trösten. Beim Einsitzer-Rodeln im russischen Paramonowo landete die Olympiasiegerin nur auf Platz zwei. Die Kanadierin Alex Gough beendete nach 13 Jahren die deutsche Siegesserie.

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dpa

Rodlerin Hüfner: Im Gesamtklassement nicht mehr einzuholen

Hamburg - 13 Jahre lang ging der erste Platz beim Rodel-Weltcup der Frauen an Deutschland. 105 Titel gewannen die DSV-Rodlerinnen in dieser Zeit. Die Kanadierin Alex Gough beendete diesen Siegeszug am Samstag auf der neuen Kunsteisbahn im russischen Paramonowo und machte den ersten Weltcup-Erfolg einer ausländischen Rodlerin seit dem Sieg der Österreicherin Andrea Tagwerker Ende November 1997 perfekt. Hinter der WM-Dritten Gough blieben den geschlagenen deutschen Frauen nur die Plätze zwei bis vier.

Gough, die bereits im Training gut mit der neuen Bahn zurechtgekommen war, fuhr im ersten Lauf zunächst auf den zweiten Platz. Im entscheidenden Durchgang fing sie dann noch Olympiasiegerin Tatjana Hüfner ab, die durch eine fehlerhafte Fahrt auf Platz vier zurückfiel. "In Sigulda will ich diese Schlappe wieder wettmachen", sagte Hüfner.

Hinter Gough durfte sich Carina Schwab über ihre beste Weltcup-Platzierung freuen. Natalie Geisenberger wurde Dritte. Hüfner verfehlte zwar erstmals in diesem Winter die Podestränge, sicherte sich aber vorzeitig ihren vierten Weltcup-Gesamtsieg in Serie. Mit 745 Punkten ist die 27-Jährige im Gesamtklassement nicht mehr einzuholen. Geisenberger, die vom sechsten noch auf den dritten Rang vorfuhr, liegt zu weit zurück (630).

Die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt haben ebenfalls vorzeitig den Gesamtweltcup gewonnen. Dem Rodel-Duo genügte ein zweiter Platz beim vorletzten Weltcup der Saison, um sich schon vor dem Finale am kommenden Wochenende in Sigulda (Lettland) den Gesamtsieg zu sichern. Dabei profitierten sie davon, dass ihre schärfsten Konkurrenten Christian Oberstolz und Patrick Gruber aus Italien nicht über Rang sieben hinauskamen.

Wendl und Arlt hatten nach dem ersten Lauf sogar noch geführt. Im zweiten Durchgang gelang ihnen aber nur die fünftbeste Zeit, so dass sie den Tagessieg noch mit einem Rückstand von 0,204 Sekunden den Olympiasiegern Andreas und Wolfgang Linger aus Österreich überlassen mussten.

Im Gesamtklassement haben die viermaligen Saisonsieger Wendl und Arlt nach ihrem zweiten zweiten Rang in dieser Saison jetzt 700 Punkte und sind von den neuen Zweiten Linger und Linger (592) nicht mehr einzuholen. Oberstolz und Gruber fielen auf den dritten Rang zurück (586).

klu/dpa/sid

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