Ski alpin Deutschland feiert zweiten Platz bei Team-Event

Überraschung beim Weltcup-Finale in St. Moritz: Die Skirennfahrer des DSV haben es beim Team-Event ins Finale geschafft. Dort fehlten 0,04 Sekunden zum Sieg.

Ski-Rennläuferinnen Katrin Hirtl-Stanggassinger (l), Wendy Holdener
Getty Images

Ski-Rennläuferinnen Katrin Hirtl-Stanggassinger (l), Wendy Holdener


Die deutschen Skirennfahrer haben beim Team-Event des alpinen Weltcup-Finales in St. Moritz den zweiten Platz erreicht. Lena Dürr, Katrin Hirtl-Stanggassinger, Stefan Luitz und Dominik Stehle unterlagen erst im Finale knapp den Gastgebern aus der Schweiz. Zuvor hatten sie sich gegen Slowenien, Italien und Frankreich durchgesetzt.

"Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir ins Finale kommen und dann nur so knapp geschlagen werden", sagte Alpinchef Wolfgang Maier. Nach Siegen stand es 2:2, die um 0,04 Sekunden langsamere Gesamtzeit der schnellsten Frau und des schnellsten Mannes gab den Ausschlag zugunsten der Schweiz auf der WM-Strecke von 2017.

Der 2005 bei Weltmeisterschaften eingeführte "Nations Team Event" wird seit 2011 im K.o.-Modus und pro Runde in vier direkten Duellen ausgetragen. Er ist 2018 in Pyeongchang zum ersten Mal auch olympisch. Im Weltcup wird der Wettbewerb nur beim Finale ausgetragen. Er zählt dabei nur für den Nationen-Cup.

Ohne die geschonten Felix Neureuther und Fritz Dopfer ging es dem Deutschen Skiverband vor allem darum, zu testen, wer mit Blick auf die WM- und Olympia-Rennen mit dem Format zurechtkommt. Besonders stark zeigten sich dabei Luitz und Dürr, die jeweils ungeschlagen blieben. "Unsere zwei etwas älteren Herren haben immer etwas Rückenprobleme, der Event geht auf den Rücken, und mir macht so was Spaß", sagte Luitz: "Ich fahre das gerne, auch wenn es kräftezehrend ist."

Bei den Weltmeisterschaften in den USA vor einem Jahr war Deutschland als Medaillenkandidat bereits in der ersten Runde ausgeschieden, in Schladming holte das DSV-Team 2013 WM-Bronze.

Platz drei sicherte sich die schwedische Mannschaft im Duell gegen Frankreich. Weltmeister Österreich war ohne Technik-Star Marcel Hirscher im Viertelfinale an den Schweden gescheitert. Am Wochenende geht die alpine Weltcup-Saison mit den Slaloms und Riesentorläufen der Damen und Herren zu Ende.

mon/dpa/sid



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