Hamburg - Der Ärger vom Vormittag war noch nicht ganz verraucht, da gab es für Marcel Hirscher mächtig Grund zur Freude: Der Ski-Rennläufer hat vorzeitig den alpinen Gesamtweltcup gewonnen. Der Österreicher profitierte von der Absage des Norwegers Aksel Lund Svindal für das Slalomrennen am Sonntag (9 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Er hätte als einziger Konkurrent Hirscher noch abfangen können. "Marcel hat sich den Sieg im Gesamtweltcup verdient. Ich werde den Slalom als Zuschauer genießen", sagte Lund Svindal.
Von den beiden ausstehenden Saisonrennen im Riesenslalom und Slalom beim Weltcup-Finale im schweizerischen Lenzerheide beträgt der Vorsprung von Hirscher auf Svindal uneinholbare 149 Punkte. Der 24 Jahre alte Slalom-Weltmeister wiederholte damit seinen Triumph aus dem Vorjahr.
Dabei war Hirscher am Morgen nach dem Chaosrennen noch mächtig sauer gewesen: "Ich bin total grantig. Wenn die Gesundheit nicht im Vordergrund steht, ist es ein Witz. Noch mehr Routine als Kröll kann keiner haben", sagte der 24-Jährige im ORF. Böiger Wind und schlechte Sicht hatten das Super-G-Rennen unmöglich gemacht.
Dabei war Klaus Kröll schwer gestürzt und hatte sich den linken Oberarm mit Beteiligung des Oberarmkopfes gebrochen. Erst anschließend wurde das Rennen abgebrochen.
leh/sid
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