Hamburg - Maria Höfl-Riesch hat bei der Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen den dritten Platz belegt. Die 28-Jährige musste sich mit fünf Zehntelsekunden Rückstand nur der Slowenin Tina Maze, die in 1:40,46 Minuten gewann, und Laurenne Ross aus den USA (1:40,85) geschlagen geben. Für Höfl-Riesch war es die dritte Podestplatzierung der Weltcup-Saison. Viktoria Rebensburg fuhr mit 1,06 Sekunden Rückstand auf Rang acht.
"Es ist legendär, was sie diese Saison abliefert, von Anfang bis Ende. Da kann man nur den Hut ziehen und gratulieren", sagte Höfl-Riesch über die Siegerin. Maze feierte ihren neunten Erfolg in diesem Winter und stellte mit jetzt 2024 Punkten im Gesamtweltcup einen neuen Rekord auf.
Der Slowenin reicht bei der letzten Abfahrt beim Weltcupfinale in Lenzerheide mit nun 339 Punkten eine Platzierung unter den ersten 15, um nach Gesamt- und Riesenslalom-Weltcup auch den Abfahrts-Weltcup in dieser Saison zu gewinnen. Aber auch Höfl-Riesch (272) hat als Dritte noch Chancen auf die kleine Kristallkugel.
Maze ist nach Petra Kronberger aus Österreich (1990/91) und Janica Kostelic aus Kroatien (2005/2006) die dritte Läuferin mit Siegen in allen fünf olympischen Disziplinen in einer Saison.
Theaux gewinnt Abfahrt in Kvitfjell
Bei den Männern hat der Franzose Adrien Théaux die Abfahrt im norwegischen Kvitfjell gewonnen. Auf der wegen starken Windes verkürzten Olympia-Strecke von 1994 lag Théaux bei seinem zweiten Weltcupsieg in 1:29,10 Minuten 19 Hundertstelsekunden vor Aksel Lund Svindal. Hinter Norwegens Weltmeister wurde Klaus Kröll aus Österreich Dritter. Der einzige deutsche Starter Josef Ferstl verpasste eine Platzierung unter den Top 25.
Tora Berger hat beim Biathlon-Weltcup in Oslo nach dem Sprint auch die Verfolgung gewonnen. Die Norwegerin setzte sich trotz vier Schießfehlern gegen die Konkurrenz durch und hatte nach zehn Kilometern einen Vorsprung von 31,2 Sekunden auf die Französin Marie Dorin Habert (2 Fehler). Dritte wurde die Slowakin Anastasiya Kuzmina (4/+ 45,1 Sekunden). Für die Weltcup-Führende Berger war es der zehnte Saisonsieg und der 26. Weltcuperfolg insgesamt. Beste der fünf deutschen Starterinnen war Andrea Henkel als Neunte. Sie leistete sich sieben Strafrunden und hatte am Ende einen Rückstand von 3:22,9 Minuten.
mib/sid
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