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Ski alpin: Schwerer Unfall auf der Streif - Saisonaus für Svindal

Schwerer Sturz in Kitzbühel: Svindal erleidet Kreuzband- und Meniskusriss Zur Großansicht
AFP

Schwerer Sturz in Kitzbühel: Svindal erleidet Kreuzband- und Meniskusriss

Schock für die Skiwelt: Aksel Lund Svindal hat sich bei seinem Sturz in Kitzbühel das Kreuzband und den Meniskus gerissen. Der norwegische Verband rechnet mit einem Jahr Pause für den Weltcupführenden.

Es ist bestätigt: Aksel Lund Svindal hat sich bei seinem Sturz auf der Streif in Kitzbühel das vordere Kreuzband und den Meniskus im rechten Knie gerissen. Der norwegische Skirennfahrer muss die Weltcup-Saison vorzeitig beenden. Das teilte sein Trainer Christian Mitter mit.

Sein Verband rechnet mit einem knappen Jahr Pause für den Gesamtweltcupführenden. Damit ist auch die Teilnahme des 33-Jährigen bei der Weltmeisterschaft 2017 in St. Moritz in Gefahr.

"Es ist immer ein großes Risiko, wenn man Abfahrt fährt", zitierte die norwegische Zeitung "Aftenposten" Svindal aus einer Pressemitteilung des Verbands. "Ich bin dankbar dafür, dass es in dieser Saison so gut gelaufen ist. Das ist keine Selbstverständlichkeit in einem solch anspruchsvollen Sport."

Svindal war bei der Abfahrt kurz vor der Traverse verunglückt und in die Fangnetze gestürzt. Er zog sich dabei zudem Schürfwunden im Gesicht zu und blutete an der Nase. Die Österreicher Hannes Reichelt und Georg Streitberger waren an derselben Stelle gestürzt und verletzten sich ebenfalls.

Der Norweger, der sich vor der vergangenen Saison bereits einen Riss der linken Achillessehne zugezogen hatte, wurde nach dem Sturz in Innsbruck operiert.

jan/dpa/sid

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Traurig, ..,
dialogischen 23.01.2016
... wenn gleich mehrere Top-Fahrer ihre Knie in einem Rennen zerlegen. Eigentlich sollte es doch möglich sein, dass Ausrüstung und nicht Körperteile das schwächste Glied auf der Piste sind.
2. Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf?!
rolandholtz 23.01.2016
Jedes Jahr verletzen sich Fahrer schwer. Ungünstige Witterungsverhältnisse erschweren das Ganze. Das müsste wirklich verboten werden. Aber dem steht wohl ein einträgliches Geschäft in der Tourismusbranche entgegen. Die Kniegelenke eines Menschen sind für derartige Belastungen nicht geschaffen , auch wenn ein Fahrer ohne Unfall da runter kommt. Training und Rennen, ich möchte nicht wissen, wie die Gelenke dieser Fahrer aussehen, wenn sie alt werden und ich habe genug davon gesehen. Menschen müssen sich nicht so schinden! Und wem, fragt man sich, wollen sie was beweisen?
3. Preis der Sensationslust
bauigel 23.01.2016
Das ist der Preis der Sensationslust der Medien und Zuschauer, bei der es immer noch spektakulärer sein muss. Wenn schon die Weltbesten Skifahrer reihenweise stürzen, läuft definitiv etwas schief. Aber das interessiert den Veranstalter und die Boulevardpresse offensichtlich wenig. Hauptsache man hat ein Spektakel veranstaltet und entsprechend Geld verdient.
4. Nicht mehr tragbar
judas30 24.01.2016
Nachdem mittlerweile jedes Jahr mindestens ein Sportler schwer verletzt von dieser Strecke geborgen wird muss man endlich einsehen, dass die Kurssetzung entweder viel stärker eingeschränkt werden muss oder die Strecke ganz gestrichen werden muss!
5. Brot und Spiele
SwissMatthias72 24.01.2016
Hallo dialogischen, das Problem bei solchen Rennen sind weder Ausrüstung noch Körperteile. Die Ausrüstung ist meist top. Wäre die Ausrüstung nicht auf dem neuesten Stand der Technik gäbe es noch mehr spektakuläre Stürze bei Rennen wie auf der Streif. Auf das Material wirken grosse Kräfte, die abgefedert werden müssen. Das wäre dasselbe wenn man mit einem Rennvelo einen Berg herunterfährt. Das Problem liegt auch nicht bei den "Körperteilen". Das Problem liegt eher bei den Veranstaltern und Veranstaltungen dieser Art wie jetzt auf der Streif (oder auch auf dem Lauberhorn). Der Veranstalter möchte für die Zuschauer Spektakel bieten. Die Fahrer fahren an ihrem köperlichen Limit Höchstgeschwindigekeiten in einem Gebiet, wo normale Wanderer auf allen Vieren den Berg rauf- bzw. runterkraxeln - und das alles ohne Knautschzone. Fangzäune federn einen Sturz nur unzureichend ab. Es gibt genügend Beispiele, die man im Internet recherchieren kann, dass Fangnetze nichts genutzt haben. Skifahren auf diesem Niveau bleibt gefährlich - aber die Zuschauer und Veranstalter brauchen das, lechzen danach. Die Streif und andere FIS-Pisten sind pickelhart und eisglatt. Ich habe dasselbe mal erlebt, als ich in der 10fachen Zeit das Lauberhorn runtergefahren bin. Ironie des Schicksals: mir ist erst im letzten Jahr und in diesem Jahr in einem relativen sicheren Skigebiet bei guten Bedingungen was Schlimmes passiert. Beide Oberarmköpfe kaputt - einmal fehlende Kondition, und grad vor einer Woche ein dummer Fahrfehler bei sehr schlechten Wetterverhältnissen. Skisport ist ein Zirkus und im Zirkus brauch es Sensationen und Spektakel - was gestern wieder zu beweisen war. Ski Heil Matthias
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