Entscheidung des Ski-Weltverbands Kombination darf überraschend bleiben - Parallel-Rennen kommen hinzu

Der Ski-Weltverband hat entschieden, dass die alpine Kombination weiterhin im Weltcup-Programm bleibt. Das Gremium wandte sich damit gegen die Empfehlung des alpinen Exekutivkomitees.

Gian Franco Kasper
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Gian Franco Kasper


Bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft wird es weiterhin einen Kombinationswettbewerb geben. Zum Rennprogramm kommen außerdem Parallel-Slalomrennen der Frauen und Männer hinzu. Das entschied der Ski-Weltverband Fis am Ruhetag der Weltmeisterschaft im schwedischen Åre. Bei der Tagung waren unter anderem Fis-Präsident Gian Franco Kasper, Generalsekretärin Sarah Lewis und DOSB-Präsident Alfons Hörmann anwesend.

Der Verband fällte die Entscheidung entgegen der Empfehlung seines alpinen Exekutivkomitees. Dieses hatte vorgeschlagen, die Kombination bei Weltmeisterschaften, im Weltcup und bei Olympischen Spielen aus dem Programm zu nehmen und durch Parallel-Rennen zu ersetzen. Ein Erhalt der als unfair kritisierten Disziplin galt im Vorfeld der Tagung als unwahrscheinlich.

Stattdessen wird es zunächst auch bei den Weltmeisterschaften 2021 in Cortina d'Ampezzo noch eine Kombination geben. Durch die Einführung der Parallel-Rennen für Frauen und Männer steigt die Anzahl der Wettbewerbe von elf auf 13. Das künftige Format sowie Termine für die Kombination im Weltcup sollen noch ausgearbeitet werden.

Welche Auswirkungen die Entscheidung auf das Programm des Weltcups und der Olympischen Winterspiele hat, ist noch offen. Bei den Spielen 2022 in Peking soll es ein Einzel-Rennen im Parallel-Modus geben. Bislang galt die Annahme, dass dafür die Kombination aus dem Programm genommen wird.

mrk/sid/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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chense90 13.02.2019
1. Danke Fis!
Wenigstens ein Kompromiss!! jetzt die kombi noch reformieren (echte Abfahrt, evtl. neue Startreihenfolge und Wertungssystem)
matteo51 13.02.2019
2.
Klasse! Für mich eine unverständlicherweise mindergeschätzte Disziplin, ist da doch der top Allrounder gefragt. Eine gute Entscheidung finde ich!
zaunreiter35 13.02.2019
3. Meinen Glückwunsch
zu dieser weisen Entscheidung. Und ich stimme dem User Nr. 1 zu, die Sprintabfahrt zu einer echten Abfahrt zu reformieren.
TS_Alien 13.02.2019
4.
Die Kombination ergibt keinen Sinn. Weder die Abfahrt noch der Slalom dürfen zu schwer sein, sonst bevorzugt man die eine oder andere Disziplin. D.h. die Kombination ist ein Wettbewerb, bei dem wenig anspruchsvolle Strecken der Teildisziplinen kombiniert werden. Auch die Bewertung der einzelnen Disziplinen ist nicht nachvollziehbar und lässt wenig Spannung aufkommen. Wenn es eine Kombination sein muss, dann wäre folgendes sicher interessanter: Verschiedene alpine Disziplinen werden innerhalb einer Strecke kombiniert. Nach dem Start gibt es erst eine Art von (Riesen)Slalom und anschließend eine Art von Abfahrt. Vielleicht mittendrin noch ein wenig Buckelpiste. Der Skifahrer muss dabei natürlich ein Material verwenden, das für alle Bereiche halbwegs funktioniert. Es gewinnt dann derjenige mit der kürzesten Laufzeit. Das wäre sicher spannend und würde die teilweise absurden Materialschlachten, die in den Spezialdisziplinen herrschen, in der Kombination ins Leere laufen lassen.
karlo1952 14.02.2019
5. Sehr gute Entscheidung.
Jetzt sollte nur noch die Strecke des Parallelwettbewerbs etwas verlängert werden, damit mehr Sielraum für die Athleten bleibt, ähnlich wie bei den Ski-Crossern.
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