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Ski alpin: Rebensburg bei Hütter-Sieg nur 18.

Lara Gut steht unmittelbar vor dem Sieg im Gesamtweltcup. Beim Erfolg von Cornelia Hütter belegte die Schweizerin den fünften Rang. Damit hat Viktoria Rebensburg nur noch theoretische Chancen.

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Viktoria Rebensburg

Viktoria Rebensburg enttäuschte mit einem schwachen 18. Platz im Super-G von Lenzerheide. Das Ergebnis hatte Folgen für den Gesamtweltcup, den Rebensburgs Schweizer Rivalin Lara Gut nun fast sicher hat. Beim Sieg der Österreicherin Cornelia Hütter wurde Gut zwar nur Fünfte, kann aber schon am Sonntag (10 Uhr / 13 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE) in der Alpinen Kombination den größten Triumph ihrer Karriere perfekt machen. "Realistisch gesehen ist es gegessen", sagte Rebensburg.

Wenn Gut am Sonntag vernünftig punktet, geht sie mit mehr als 300 Zählern Vorsprung auf Rebensburg in die letzte Woche. Und ihre deutsche Ski-Freundin tritt ohnehin nur noch bei drei Rennen an. "Mathematisch ist es noch nicht vorbei", sagte Gut zwar angesichts von aktuell 295 Punkten Vorsprung auf Rebensburg. "Das Beste ist, auf das Rennen fokussiert zu sein." Letztlich ist es aber nur eine Frage von Tagen, wann sich die 24-Jährige als erste Schweizerin nach der legendären Vreni Schneider im Jahr 1995 zur Gesamtsiegerin krönt.

Hütter feierte in der Heimat ihren ersten Weltcupsieg überhaupt und verwies Fabienne Suter aus der Schweiz (+0,10 Sekunden) und ihre Teamkollegin Tamara Tippler (+0,35) auf die Plätze. Die 23-Jährige war im Ziel überwältigt. "Normalerweise schnattere ich drauf los, aber heute weiß ich echt nicht, was ich sagen soll. Was das für ein Gefühl ist? Ich weiß nicht, das hatte ich ja noch nie!" Durch Hütters Premierenerfolg wird der Kampf um die Disziplinwertung im Super-G spannender. Die kleine Kristallkugel können in St. Moritz noch vier Rennfahrerinnen gewinnen: Die verletzte Lindsey Vonn führt mit 420 Zählern vor Gut (401), Hütter (340) und Tina Weirather (336).

Auch Dominik Paris (Italien) hat die Entscheidung im Weltcup spannend gemacht. Nach seinem Sieg bei der Abfahrt in Kvitfjell/Norwegen liegt der Südtiroler mit 432 Punkten in der Disziplinwertung nur noch vier Zähler hinter seinem Landsmann Peter Fill, der gleichauf mit dem verletzten Aksel Lund Svindal (Norwegen) führt. Paris siegte vor dem Sensationszweiten Valentin Giraud Moine (Frankreich/+0,20 Sekunden) und Steven Nyman (USA/+0,24).

Fill wurde nur Zehnter, knapp vor Andreas Sander: Der Westfale sicherte sich durch seinen guten zwölften Rang auch die Teilnahme am Weltcup-Finale in St. Moritz (ab Mittwoch). Dort sind die ersten 25 der jeweiligen Weltcup-Wertung startberechtigt, Sander ist genau auf Rang 25 platziert. Eine starke Leistung zeigte auch Klaus Brandner als 21., Thomas Dreßen verpasste als 35. die Punkteränge nur knapp.

Chancen auf die kleine Kristallkugel haben beim letzten Rennen beim Weltcup-Finale ab kommenden Mittwoch in St. Moritz allerdings noch zwei weitere Läufer: Titelverteidiger Kjetil Jansrud (Norwegen) liegt 54 Punkte zurück, Adrien Theaux (Frankreich) 66 Punkte.

goe/dpa/sid

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