Alpiner Ski-Weltcup Neureuther im OP, Hirscher auf Platz eins

Marcel Hirscher hat das erste Slalomrennen der Saison gewonnen. Das wollte auch Felix Neureuther, doch der schnellste deutsche Skifahrer ist mal wieder verletzt. Wann er wieder fahren kann, ist unsicher.

Marcel Hirscher
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Marcel Hirscher


Sie sind seit Jahren Konkurrenten im Slalom. Beim ersten Rennen der Saison im finnischen Levi konnten Felix Neureuther und Marcel Hirscher aber mal wieder nicht gegeneinander antreten. Während der häufig von Verletzungen geplagte Neureuther zeitgleich zum ersten Durchgang am Daumen operiert wurde, feierte Hirscher seinen insgesamt 59. Weltcupsieg.

Der Österreicher gewann knapp vor Henrik Kristoffersen, hatte aber 1,41 Sekunden Vorsprung vor dem Dritten André Myhrer. Hirscher ist schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison in absoluter Topform. Er könnte zum achten Mal in Folge den Gesamtweltcup gewinnen. Wann Neureuther sein erstes Rennen bestreiten kann, ist noch ungewiss.

Bundestrainer Mathias Berthold hofft, dass Neureuther trotz der Verletzung mit nach Nordamerika zu den Rennen im kanadischen Lake Louise (nur Abfahrt und Super-G) und Beaver Creek in den USA reisen kann. "Mir wäre am liebsten, er würde Ende nächster Woche nach Amerika fliegen." Aber das sei eine Hoffnung, "ohne, dass wir mit dem Arzt gesprochen haben. Jetzt warten wir das mal ab".

Neureuther selbst rechnete nach seiner Verletzung zumindest im Slalom mit einer längeren Pause, weil die Hand zum Wegschlagen der Kippstangen gebraucht wird. "Nach der OP dauert es, denke ich, sechs Wochen, bis der Heilungsverlauf abgeschlossen ist. Dann kann ich wieder einsteigen", sagte er vor er Operation. Ob der Riesenslalom am 2. Dezember in Beaver Creek machbar sei, konnte er nicht einschätzen: "Das kann ich mir schwer vorstellen, dass Beaver Creek was wird. Aber wenn es geht, dann werde ich es probieren."

Ohne Neureuther lief für das deutsche Slalom-Team in Levi nicht viel zusammen. Ihr Bester war Sebastian Holzmann auf Rang 23. Fritz Dopfer, immerhin 14. nach dem ersten Lauf, schied im Finale fünf Tore vor dem Zielstrich aus. An derselben Stelle war zuvor Anton Tremmel gescheitert: Der 23-Jährige hatte sich zunächst mit der hohen Startnummer 74 auf Rang 17 nach dem ersten Lauf gekämpft.

Das Finale verpasst hatten dagegen Stefan Luitz bei seinem Comeback elf Monate nach einem Kreuzbandriss, David Ketterer, Linus Straßer und Dominik Stehle.

In einer früheren Version des Artikels wurde Lake Louise in den USA verortet. Tatsächlich liegt das Skigebiet in der kanadischen Provinz Alberta.

krä/sid/dpa



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