Ski alpin in Crans-Montana Probleme bei der Zeitmessung, Stürze, Unterbrechungen - Goggia gewinnt chaotische Abfahrt

Schweizer Uhren haben bei der Abfahrt in Crans-Montana für Verwirrung gesorgt. Weil sie bei der Zieleinfahrt von vier Läuferinnen nicht stoppten, musste das Rennen mehrmals unterbrochen werden.

Sofia Goggia
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Sofia Goggia


Sofia Goggia hat die Abfahrt im schweizerischen Crans-Montana gewonnen. Die Italienerin, die bei der Weltmeisterschaft in Åre die Silbermedaille im Super-G holte, setzte sich in 1:29,77 Minuten vor den Schweizerinnen Joana Hählen (+0,36 Sekunden) und Lara Gut-Behrami (+0,46) durch.

Zunächst hatte die Österreicherin und Führende der Abfahrtsgesamtwertung Nicole Schmidhofer auf dem dritten Platz gelegen. Wegen Problemen bei der Zeitmessung waren die Zeiten bis zum späten Mittag inoffiziell.

Die Abfahrt begann mit einem Schreckmoment, als Abfahrtsweltmeisterin Ilka Stuhec als erste Starterin nach einem Sturz im Anschluss an einen Sprung in den Fangzäunen landete. Das Rennen musste unterbrochen worden, Stuhec konnte wenig später auf Skiern ins Ziel fahren, musste aber wegen Knieproblemen zur Untersuchung ins Krankenhaus.

Es sollte nicht die einzige Unterbrechung in Crans-Montana bleiben. Auch die Französin Tiffany Gauthier stürzte und musste abtransportiert werden.

Schweizer Uhren stoppten nicht

Probleme bereitete den Organisatoren die Zeitabnahme, die bei vier Schweizer Läuferinnen bei der Zieleinfahrt nicht stoppte. Betroffen waren unter anderem die Zweitplatzierte Hählen, wie ein Videomitschnitt des SRF zeigt, sowie Gut-Behrami. Die Ursachen seien noch nicht gefunden, hieß es in der ARD, womöglich liege es an der Lichtschranke.

"Es war sehr komisch. Ich war verwirrt, ich habe die Zeit gesucht und nicht gefunden", sagt Hählen nach dem Lauf im SRF. "Das war nicht optimal", sagte auch Siegerin Goggia zu den Verzögerungen, sagte aber zugleich: "Es ist schön, wieder auf dem ersten Platz zurück zu sein." Goggia hatte nach langer Verletzungspause im Januar ihre Comeback gegeben.

Die deutschen Skirennfahrerinnen haben die vorderen Plätze klar verpasst. Kira Weidle fuhr nach aktuellem Stand mit Rang 14 ihr schlechtestes Abfahrtsergebnis in dieser Weltcup-Saison ein. Patrizia Dorsch landete auf Platz 28, Michaela Wenig wurde 31.

ngo/dpa/sid

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Wolfgang Porcher 24.02.2019
1. Geschwindigkeitswahn
Wenn die Grenzen überschritten werden, folgt das Chaos, zur geistigen Gesundheitkommt die körperliche Gesundheit, die Schaden annimmt. Sind es lockende Werbeverträgerverträge von Sponsoren , die diesen Wahnsinn forcieren? Nein,Danke - kein Mitleid für die, die sich da gar schwer verletzen .
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