Podest-Chance vertan Luitz rutscht weg und renkt sich die Schulter aus

Er lag nach dem ersten Durchgang in aussichtsreicher Stellung, doch dem deutschen Skirennfahrer Stefan Luitz gelang der Sprung aufs Podium nicht. Im zweiten Lauf verletzte er sich gar an der Schulter.

Stefan Luitz (im ersten Durchgang)
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Stefan Luitz (im ersten Durchgang)


Skirennläufer Stefan Luitz hat zwei Tage nach der Aberkennung seines bisher einzigen Weltcupsieges einen weiteren Rückschlag erlitten. Der 26-Jährige schied beim Riesenslalom im Schweizer Adelboden im Finale aus und renkte sich dabei die linke Schulter aus.

Nach dem ersten Lauf hatte Luitz noch auf Rang vier gelegen, nur 0,22 Sekunden betrug sein Rückstand auf den Führenden Henrik Kristoffersen. Doch im zweiten Durchgang auf dem legendären Chuenisbärgli rutschte er noch vor der ersten Zwischenzeit in einer Linkskurve weg und verpasste so das nächste Tor. Luitz hielt sich danach die Schulter und wurde zu eingehenden Untersuchungen mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht.

Luitz war am Donnerstag wegen der sogenannten Sauerstoff-Affäre sein erster Weltcup-Sieg aberkannt worden. Die Anti-Doping-Kommission des Weltverbandes Fis hatte nach einer Anhörung entschieden, ihn wegen der unerlaubten Inhalation von Flaschen-Sauerstoff am 2. Dezember beim Riesenslalom von Beaver Creek nachträglich zu disqualifizieren.

Während der beste deutsche Riesenslalomfahrer patzte, behielt Marcel Hirscher aus Österreich die Nerven und fuhr bei seinem 66. Erfolg noch von Platz zwei auf eins vor. Der Norweger Kristoffersen (0,71 Sekunden Rückstand) verlor die Führung im Finale und wurde Zweiter. Rang drei ging an den Franzosen Thomas Fanara (1,04 Sekunden Rückstand).

Beim wohl schwersten Saisonrennen auf blankem Eis kam kein Starter ohne Fehler ins Ziel. Die weiteren fünf Deutschen um Fritz Dopfer verpassten das Finale. Felix Neureuther startet nur beim Slalom am Sonntag.

bka/sid/dpa



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