Ski alpin Höfl-Riesch triumphiert in Lake Louise

Triumph für Maria Höfl-Riesch: Die deutsche Abfahrtsläuferin hat das Rennen in Lake Louise gewonnen. Ihre Rivalin Lindsey Vonn kam bei ihrem Comeback nicht unter die Top-25. Auch die deutschen Ski-Männer konnten beim Weltcup in Beaver Creek nicht unter die besten 30 fahren.

Skifahrerin Höfl-Riesch: ersten Sieg in der Olympia-Saison
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Skifahrerin Höfl-Riesch: ersten Sieg in der Olympia-Saison


Hamburg - Maria Höfl-Riesch hat bei der Weltcup-Abfahrt im kanadischen Lake Louise ihren ersten Sieg in der Olympia-Saison gefeiert. Zwei Monate vor den Winterspielen in Sotschi dominierte die 29-Jährige beim schwachen Comeback ihrer Rivalin Lindsey Vonn in Kanada die Konkurrenz und setzte sich mit einem Vorsprung von 0,70 Sekunden auf Marianne Kaufmann-Abderhalden aus der Schweiz durch. Für Höfl-Riesch war es der vierte Erfolg in Lake Louise und der 25. im Weltcup. Platz drei ging an Elena Fanchini aus Italien (+1,20). Vonn (USA/+3,19) kam nicht unter die besten 25.

"Das war für mich ein super Tag. Ich hoffe natürlich, es geht so weiter. Es wäre schön, noch zwei weitere gute Rennen zu fahren", sagte Höfl-Riesch nach dem Wettkampf.

Während die 29-Jährige im Ziel beide Fäuste in den Himmel stieß, quittierte Vonn ihre Leistung mit einem leichten Schulterzucken. Die US-Amerikanerin, die nach ihrer schweren Knieverletzung und zehn Monaten Pause in den Weltcup zurückgekehrt war, verpasste nach zuletzt sieben Siegen in Lake Louise hintereinander das Podium klar. Die Rennfahrerinnen hatten mit Temperaturen von unter minus 30 Grad Celsius zu kämpfen, mehrfach musste der Start verschoben werden.

Deutsche Top-Fahrer erfüllen die Erwartungen nicht

Bei den Männern gewann Weltmeister Aksel Lund Svindal die zweite Abfahrt des Olympia-Winters in Beaver Creek. Der 30 Jahre alte Norweger setzte sich auf der Raubvogel-Piste, auf der er vor sechs Jahren schwer gestürzt war, vor dem Österreicher Hannes Reichelt (+0,17 Sekunden) und Peter Fill aus Südtirol (+0,20) durch. Für Svindal war es der 23. Weltcup-Sieg und der zweite in diesem Winter nach dem Erfolg beim Super-G in Lake Louise am vergangenen Sonntag.

Bei eisigen Temperaturen von bis zu minus 22 Grad Celsius am Start und wegen Hochnebels schwierigen Sichtverhältnissen konnten die beiden deutschen Top-Fahrer die Erwartungen nicht erfüllen. Tobias Stechert (+2,76) und Josef Ferstl (+2,88) verpassten die Top 30.

Svindal dagegen war obenauf. "Ich habe mir gedacht: Gas geben, Linie ist egal. Das hat gut funktioniert. Meine Form sieht nicht so schlecht aus, ich bin aber etwas überrascht, weil ich mich nach Lake Louise nicht so gut gefühlt habe", sagte er nach dem Rennen.

Die Strecke musste im Vergleich zu den Vorjahren umgestaltet werden, weil die Frauen in der Vorwoche an gleicher Stelle ihre Generalprobe für die WM 2015 ausgetragen hatten. Deshalb mussten Svindal und Co. zunächst auf der neugeschaffenen Frauen-Piste "Raptor" fahren, auf der es nach einem Flachstück zunächst sehr kurvig zuging - das kam dem Techniker Svindal entgegen.

Erst nach etwas über einer Fahrminute mündete die Strecke in die altbekannte "Birds of Prey". Dort war Svindal beim Training am 27. November 2007 der "Golden Eagle Jump" zum Verhängnis geworden. Für den Super-G-Olympiasieger war es der vierte Erfolg in Beaver Creek.

joe/sid/dpa



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