Ski-Star Vonn Erst Vorschlaghammer, dann Entschuldigung

"Das war keine gute Idee, zu viele Emotionen": Lindsey Vonn hat sich für ihren Hammer-Ausraster entschuldigt. Der Ski-Star hatte seine Ausrüstung vor laufender Kamera demoliert - und den Sponsor verärgert.

Lindsey Vonn: Einen Tag nach dem Hammer-Ausraster wieder gut gelaunt
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Lindsey Vonn: Einen Tag nach dem Hammer-Ausraster wieder gut gelaunt


Lindsey Vonn hat sich für ihren Ausraster mit dem Vorschlaghammer entschuldigt. "Das war keine gute Idee, das waren zu viele Emotionen", sagte sie am Samstag.

Vonn hatte am Freitag nach ihrem Sturz in La Thuile frustriert ihren Ski zerstört - vor laufender Kamera. Sie war aus dem Rennen ausgeschieden, als ihr nach einem Fahrfehler die Bindung am Außenski aufgegangen war. Im Ziel schimpfte sie über ihr Material.

Später löschte sie das Video mit der Vorschlaghammer-Aktion bei Facebook nach heftiger Kritik vonseiten ihres Ausstatters Head. "Ich bin menschlich, das ist leider passiert", räumte sie ein und bat den Sponsor um Entschuldigung.

Aus sportlicher Sicht deutlich besser lief es für Vonn am Samstag: Sie gewann vorzeitig den Abfahrtsweltcup. Nach Platz zwei in La Thuile hinter der Italienerin Nadia Fanchini ist der US-Star nicht mehr von der Spitze der Disziplinwertung zu verdrängen. Dritte wurde Fanchinis Teamkollegin Daniela Merighetti.

Vonn übernahm mit ihrer Podestfahrt wieder die Führung in der Gesamtwertung von Lara Gut aus der Schweiz, die als Elfte enttäuschte. Für Fanchini war es der zweite Weltcup-Sieg - der erste seit ihrem Erfolg beim Super-G von Lake Louise in Kanada im Dezember 2008. Patrizia Dorsch (+3,55 Sekunden) verpasste als 32. knapp die Punkteränge. Elena Fanchini, die ältere Schwester der Siegerin, landete auf dem 42. und damit letzten Platz.

Für Rekordhalterin Vonn ist es die insgesamt 20. Kristallkugel. Neben vier großen für die Gesamtsiege 2008, 2009, 2010 und 2012 hat sie jetzt 16 kleine in den Disziplinen. Acht Gesamterfolge in der Abfahrt schaffte vor ihr noch keine Athletin, die österreichische Ski-Legende Annemarie Moser-Pröll kommt auf sieben.

luk/dpa/sid

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insgesamt 54 Beiträge
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Seite 1
hairforceone 20.02.2016
1. Glückwunsch
Toll gemacht - eine der sympathischsten Sportlerinnen im Skizirkus!
gruebi01 20.02.2016
2.
1. Hat Sie einen Fahrfehler gemacht, der dann die Bindung öffnete. Sie selbst hat mind. zu 50% Schuld an ihrem Ausscheiden. 2. Einer der Schläge im Video verfehlt nur knapp ihren rechten Vorderfuss. Hätte der Schlag (den Fuss) getroffen, hätte sie den Rest der Saison abschreiben können. 3. Die Aufzeichnung einer solchen Aktion dann auch noch der Welt zu präsentieren - siehe Überschrift.
AusVersehen 20.02.2016
3. Tja
Was soll man dazu sagen? Hammer Braut!
Oberleerer 20.02.2016
4.
Der Nichtschwimmer schiebt´s auch auf die Badehose.
Oberleerer 20.02.2016
5.
Daß sich die Leute nicht schon VOR einer solchen Aktion Gedanken machen können? Immerhin mußte ja Werkzeug, Arbeitsfläche, Ausleuchtung etc. geplant werden. Dass man damit nicht nur seinen Sponsor beleidigt, sondern auch das Wesen des Sponsorvertrags umkehrt, liegt auf der Hand. Eigentlich ein Zeichen von Egoismus, wenn man keinerlei Gespür für die Interessen des Partners hat.
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