Ski nordisch Norwegen hat einen neuen Langlaufstar

Er siegt und siegt und siegt: Johannes Høsflot Klæbo hat im Skilanglauf bereits den siebten Weltcupsieg 2017 eingefahren. Der Norweger ist in dieser Form der Top-Favorit für die Olympischen Winterspiele.

Johannes Kläbo
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Johannes Kläbo


Der norwegische Skilanglauf-Überflieger Johannes Høsflot Klæbo hat seine Siegesserie fortgesetzt. Der 21 Jahre alte Jungstar gewann in Lillehammer den ersten Skiathlon der Olympiasaison und feierte saisonübergreifend seinen siebten Erfolg in Serie seit März. Die Führung im Gesamtweltcup baute Klæbo, der bereits am Samstag im Sprint triumphiert hatte, weiter aus.

Nach jeweils 15 Kilometer im klassischen und freien Stil lag Klæbo, der zwischenzeitlich hatte abreißen lassen müssen, im Zielsprint vor Gesamtweltcup-Titelverteidiger Martin Johnsrud Sundby (+1,3 Sekunden). Hans Christer Holund und Simen Hegstad Krüger auf den Plätzen drei und vier machten einen Vierfachtriumph für die überragenden Norweger perfekt.

Bester Deutscher war Lucas Bögl, der 21. (+3:05,2) wurde und in die Weltcup-Punkte lief. Weiterhin hat allerdings noch kein DSV-Athlet auch nur einen Teil der Olympia-Norm (einmal Top acht oder zweimal Top 15) erfüllt.

Nicht mehr am Start war Norwegens Rekordweltmeister Petter Northug. Der 31-Jährige, der nur über die nationale Gruppe beim Heimspiel zu seinem Saisondebüt im Weltcup gekommen war, reiste nach der am Samstag mit Platz 32 verpassten Sprint-Qualifikation ab. "Ich bin nicht in Form, deshalb ist es besser, nach Hause zu fahren und zu trainieren", sagte Northug. Ein Olympiastart des Doppelsiegers von Vancouver 2010 erscheint derzeit unwahrscheinlich.

Bei den Frauen hatte zuvor die Schwedin Charlotte Kalla den Skiathlon vor der Norwegerin Heidi Weng gewonnen und damit die Führung im Gesamtweltcup gefestigt. Norwegens Rekordweltmeisterin Marit Björgen (+54,3) musste sich hinter ihrer Landsfrau Ragnhild Haga (+43,6) mit Platz vier begnügen. Beste deutsche Läuferin war die 36 Jahre alte Stefanie Böhler auf Platz 20 (+2:23,9 Minuten).

aha/sid



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sozialpeter 03.12.2017
1. In einer Sportart,
in der man erst als Endzwanziger das volle Potenzial zu entfalten pflegt, muss ein 21-jähriger Springinsfeld, der einen Sundby in einem Langdistanzrennen abhängt, schon als Knäblein in den "Zaubertrank" gefallen sein! Aber da er nicht aus dem "Reich des Bösen" kommt, ist er wahrscheinlich einfach nur ein nobelpreisverdächtiges Talent
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