Ski-WM in Schladming: Deutschland feiert Bronze nach Sturz-Serie

Teamwettbewerb: Deutschland gewinnt Ski-Krimi Fotos
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Es war ganz knapp: Im Duell um Platz drei setzten sich die deutschen Skirennfahrer gegen Kanada durch, am Ende zählte eine Hundertstelsekunde. Zuvor waren die DSV-Athleten im Teamwettbewerb gleich mehrfach gestürzt. Österreich feierte sein erstes Gold.

Hamburg - Der Deutsche Skiverband (DSV) hat die dritte Medaille bei der WM im österreichischen Schladming geholt. Im Teamwettbewerb sicherten sich Maria Höfl-Riesch, Lena Dürr, Felix Neureuther und Fritz Dopfer Bronze. Im Duell um Platz drei setzte sich das DSV-Quartett dank der besseren Zeiten gegen Kanada durch. Am Ende entschied das letzte Rennen des Parallel-Riesenslaloms zwischen Dopfer und Philip Brown, das der Deutsche mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung gewann.

"Unglaublich, dass ich schon wieder eine Medaille habe", sagte Höfl-Riesch. Zuvor hatte sie in der Super-Kombination Gold und in der Abfahrt Bronze gewonnen. Den Sieg im Team-Wettbewerb feierte Österreich dank eines 4:0-Erfolgs im Finale gegen Schweden. Für die Gastgeber war es das erste Gold bei der diesjährigen WM.

Die Österreicher hatten im Halbfinale die Deutschen 4:0 bezwungen. Dabei waren Lena Dürr und Maria Höfl-Riesch gestürzt, Dopfer und Neureuther blieben gegen die Top-Favoriten chancenlos.

Im Achtelfinale gegen Kroatien war schon Neureuther unverschuldet zu Fall gekommen. Er wurde von seinem stürzenden Gegner Filip Zubcic rüde von den Beinen geholt; die Kurse lagen nur sieben Meter auseinander. Das Duell wurde zwar für Neureuther gewertet, er fasste sich aber danach wiederholt ans Knie. "Da habe ich ziemlich Glück gehabt, der hat mich ganz schön abgeräumt", sagte der 28-Jährige zunächst und schrieb kurz darauf bei Twitter: "Knie okay, ich starte." Kritik übte er an den Kroaten: "Die sollen sich überlegen, wen die da runter fahren lassen."

Nach drei Niederlagen in den ersten drei Runden brachte Dürr die deutsche Mannschaft gegen Kanada durch einen Sieg über Brittany Phelan in Führung. Neureuther verpasste es, gegen Michael Janyk nachzulegen: 1:1 stand es nach zwei Durchgängen. Auch Höfl-Riesch musste sich geschlagen geben - gegen Erin Mielzynski um eine Hundertstelsekunde. Dopfer machte den Sieg aber perfekt. "Fritz ist der Mann des Tages, er hat uns zweimal gerettet", so Höfl-Riesch.

max/sid/dpa

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1. Wahnsinn
tennisfan23 12.02.2013
Was für ein geiler und spannender Wettbewerb! Starke Österreicher, denen man das erste Gold ja schon fast gegönnt hat! Glück für die Deutschen mit diesem hauchdünnen Vorsprung! Jetzt heißts dem Felix die Daumen zu drücken für den Slalom!
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