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Slalom bei der Ski-WM: Dopfer gewinnt Silber, Neureuther Bronze

Skirennfahrer Dopfer: WM-Silber im Slalom Zur Großansicht
AFP

Skirennfahrer Dopfer: WM-Silber im Slalom

Was für eine Dramatik: Fritz Dopfer ist im zweiten Slalom-Lauf der Ski-WM vom sechsten auf den zweiten Platz gefahren, Felix Neureuther holte ebenfalls eine Medaille. Marcel Hirscher patzte, Weltmeister ist ein Franzose.

Hamburg - Jean-Baptiste Grange hat zum Abschluss der Ski-WM in Vail und Beaver Creek den Titel im Slalom gewonnen. Hinter dem Franzosen holten Fritz Dopfer und Felix Neureuther Silber und Bronze für den Deutschen Ski-Verband.

"Wahnsinn, vor anderthalb Wochen hätte ich mir das nicht vorstellen können", sagte der lange Zeit von Rückenproblemen geplagte Dopfer im Ersten: "Da haben viele Personen einen großen Anteil daran, dass ich hier stehen darf, das hätte ich mir nie erträumt."

Der nach dem ersten Lauf führende Österreicher Marcel Hirscher schied im zweiten Durchgang aus. Für Dopfer war es die erste Einzelmedaille, Neureuther holte sich nach Silber im Slalom 2013 sein zweites Edelmetall. Linus Strasser belegte bei seinem ersten WM-Einzelrennen den zehnten Platz.

Neureuther, der seine Chance auf den Titel vor allem im ersten Durchgang verspielt hatte, war mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden. "Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen Seite ist es ein bisschen gemischt", sagte er: "Ich habe mich im zweiten Durchgang unheimlich gesteigert, im Endeffekt ist alles echt cool. Der Fritz und ich, wir beide auf dem Podium, das ist sehr schön. Heute wird sicher gefeiert."

Für den DSV waren es nach Silber von Viktoria Rebensburg im Riesenslalom die Medaillen Nummer zwei und drei bei der WM in den USA.

tim/sid

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insgesamt 5 Beiträge
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1.
TS_Alien 16.02.2015
Ziemlich irreguläre Verhältnisse. Da wird die Medaillenvergabe zum Glücksspiel.
2. Statistik?
bauigel 16.02.2015
Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch! Aber was mich wundert ist, das bei all den Statistiken die immer herangezogen wurden noch niemand erzählt hat, ob es schon einmal vorgekommen ist, dass keiner der ersten vier aus dem ersten Lauf eine Medaille bekommen hat. Dies ist zumindest extrem selten wenn nicht einzigartig.
3. Freut mich für Dopfer
mulli3105 16.02.2015
vor allem, der ist lange genug verletzt hinterhergefahren. Schade, dass Neureuther den ersten Lauf versemmelt hatte, sonst wäre er ganz oben gestanden...
4. Klasse
klaus.karl 16.02.2015
Wenn späte Fernsehübertragungen mit 2 tollen Medaillen enden, bleibt man gerne länger auf. An Spannung kaum zu überbieten, mitreissend kommentiert von Bernd Schmelzer und fachlich kompetent begleitet von Maria Höfl Riesch und der ARD. Eine tolle Kombination. Die nächste WM (Biathlon) kann kommen!
5. Alles absolut regulär
elkemeis 16.02.2015
Zitat von TS_AlienZiemlich irreguläre Verhältnisse. Da wird die Medaillenvergabe zum Glücksspiel.
Die Verhältnisse waren alles andere als irregulär. In beiden Durchgängen hatten alle Läufer die gleichen Bedingungen und Chancen. Dass der erste Lauf vom norwegischen Trainer extrem unschön gesteckt war, kann nicht als irregulär bezeichnet werden. Zum Glück wurde dieser grausliche Kurs auch den eigenen (norwegischen) Sportlern zum Verhängnis. Hoffentlich lernt der Trainer daraus! Der Schneefall im zweiten Durchgang hat alle Fahrer gleichermaßen betroffen und gehört außerdem zu einer Sportart wie Skifahren dazu. Auf dem Podest standen verdientermaßen die Sportler, die in zwei Durchgängen alle Tore korrekt und mit den schnellsten Zeiten passiert haben. Kein Glücksspiel, sondern Leistung.
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Felix Neureuther: Viel Talent, wenig Medaillen

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In der Abfahrt werden die längsten Strecken gefahren - noch dazu mit den höchsten Geschwindigkeiten. Jeder Athlet geht einmal auf die Piste, der schnellste gewinnt.
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Neben der Abfahrt der zweite Speed-Wettbewerb. Der Name steht für Super Giant Slalom, also Super-Riesenslalom. Der Kurs ist im Vergleich zur Abfahrt deutlich enger gesteckt und somit technisch anspruchsvoller, außerdem sind die Strecken kürzer. Auch im Super-G wird nur ein Lauf absolviert.
Riesenslalom
Im Riesenslalom sind die Tore noch einmal enger gesteckt als im Super-G, aber nicht so eng wie im Slalom. Bei den Rennen der Männer gibt es zwischen 56 und 70 Toren, bei den Frauen sind es 46 bis 58. Die Gesamtzeit aus zwei Durchgängen zählt.
Slalom
Die technisch anspruchsvollste Disziplin, weil der Kurs extrem eng gesteckt ist. Es gibt zwei Durchgänge mit zwei unterschiedlichen Kursen. Derjenige mit der schnellsten Gesamtzeit gewinnt.
Super-Kombination
Die Superkombination verbindet die beiden Extreme Geschwindigkeit und Technik. Die Athleten müssen zunächst eine verkürzte Abfahrt oder einen Super-G absolvieren und danach einen Slalom-Durchgang bewältigen. Die Zeiten werden addiert.

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