Hamburg - Aksel Lund Svindal aus Norwegen hat bei der Ski-WM in Schladming Gold in der Abfahrt gewonnen. Nach einer imposanten Fahrt auf der anspruchsvollen und kraftraubenden "Planai" lag der 30 Jahre alte Super-G-Olympiasieger am Ende 0,46 Sekunden vor Dominik Paris aus Italien und 0,97 Sekunden vor dem überraschend drittplatzierten David Poisson aus Frankreich.
"Ich habe gewusst, besser konnte ich es nicht machen", sagte Svindal nach seiner fünften Goldmedaille bei alpinen Ski-Weltmeisterschaften: "Ich habe bei schwierigen Bedingungen viel riskiert und keinen großen Fehler gemacht."
Für die Gastgeber gab es dagegen erneut eine herbe Enttäuschung. Klaus Kröll belegte als bester Österreicher Rang vier. "Ich musste alles riskieren und das ist heute nicht gegangen. Ich hab das unterschätzt. Ich hätte nur einen sauberen Lauf fahren sollen", sagte Kröll. 2003 hatte es zuletzt einen WM-Titel für Österreich in der Königsdisziplin gegeben.
Stephan Keppler, einziger deutscher Starter, vermied nur mit Mühe einen schweren Sturz, verletzte sich dabei aber am Knie und kam abgeschlagen mit 3,68 Sekunden Rückstand ins Ziel. Schon im Training hatte er einen Sturz nur knapp verhindert. "Ich kann schon gar nicht mehr mitzählen wie oft mir so was passiert ist", ärgerte sich Keppler, der sich eine Kreuzbandzerrung und Knorpelverletzung zuzog. Sin Start beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen (23./24. Februar) ist fraglich.
mib/sid/dpa
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