Ski-Legende Svindal Zwei Hundertstel fehlten zum Abschiedsgold

In seinem letzten Rennen hat Aksel Lund Svindal den Sieg in der WM-Abfahrt von Åre verpasst. Der Norweger blieb hauchdünn hinter seinem Landsmann Kjetil Jansrud. Starker Schneefall erschwerte das Rennen.

Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud (von links)
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Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud (von links)


Der Norweger Kjetil Jansrud hat das Abfahrtsrennen bei den Ski-Weltmeisterschaften im schwedischen Åre gewonnen. Die Silbermedaille holte mit zwei Hundertstel Rückstand Aksel Lund Svindal, der nach dem Rennen seine Karriere beenden wird.

Dritter wurde Vincent Kriechmayr aus Österreich (+0,33 Sekunden) vor dem Schweizer Beat Feuz. Super-G-Weltmeister Dominik Paris schaffte es nicht in die Medaillenränge (Platz sechs). Dominik Schwaiger holte auf Rang 25 noch das beste deutsche Ergebnis, vor Josef Ferstl auf Platz 28.

Mit der Silbermedaille löst Svindal Gustav Thöni aus Italien als fünfterfolgreichster Teilnehmer bei Ski-Weltmeisterschaften ab: Insgesamt holte der 36-Jährige in seiner Karriere fünfmal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze.

Aksel Lund Svindal
REUTERS

Aksel Lund Svindal

Für Jansrud ist es der erste Weltmeistertitel: 2015 wurde er Zweiter in der Alpinen Kombination und 2017 im Super-G. Mit 33 Jahren und 165 Tagen ist er der älteste Abfahrtsweltmeister. Er löst damit Hannes Trinkl ab, der diesen Titel seit 2001 mit damals 33 Jahren und sechs Tagen trug.

Jansrud war in der laufenden Weltcup-Saison in der Abfahrt nie über Rang 13 hinausgekommen. Beim Training in Kitzbühel hatte er sich die linke Hand gebrochen. Im Gesamtweltcup ist er derzeit 20.

"Heute ist ein großartiger Tag"

Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hatte sich Svindal in der Abfahrt vor Jansrud durchsetzen können. "Meine erste Goldmedaille zu holen in seinem letzten Rennen und wir holen beide eine Medaille, das ist unglaublich. Heute war ein großartiger Tag", sagte Jansrud nach dem Rennen.

Josef Ferstl sah das etwas anders: "Ich bin nicht gut zurechtgekommen mit den Verhältnissen", sagte er in der ARD. "Die Ideallinie, die wir im Training herausgearbeitet haben, war wohl doch nicht optimal."

Nebel und Wind verhinderten zunächst den Start auf der Strecke am Berg Areskutan, die wegen des starken Schneefalls über Nacht und aufgrund der Windverhältnisse um gut ein Drittel verkürzt worden war. Los ging es daher vom Super-G-Start.

Zeitplan, Favoriten, Rekorde: Lesen Sie hier alle wichtigen Informationen über die Ski-WM 2019.

ngo/dpa



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