Hamburg - Kennen Sie "Cool Runnings"? Der Film erzählt die kuriose Geschichte der jamaikanischen Bobmannschaft, die an den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary teilgenommen hatte.
Bei der Ski-WM in Schladming gibt es sogar einen "Cool-Runnings-Cup". Um den duellieren sich nicht die Top-Stars Ted Ligety, Tina Maze oder Maria Höfl-Riesch - sondern zwei Fahrer, die wohl nur Podestchancen hätten, wenn alle anderen Skiprofis ausfallen würden.
Der aus Jamaika stammende Michael Williams, 43 Jahre, und Jean-Pierre "Rasta Piquet" Roy, stolze 49 Jahre, aus Haiti haben diesen Wettbewerb ausgerufen - als Privatduell um die Frage: Wer ist der schlechteste Skifahrer dieser WM? Das Ergebnis steht nun fest: "Jamaika Mike" ist besser als Roy.
Als Belohnung für den inoffiziellen Sieg bekam er laut Haitis Trainer, Manager und Pressesprecher Thierry Montillet eine etwa 25 Zentimeter große Trophäe. "Es war der einzige Pokal, den wir in Schladming gefunden haben", sagte Montillet nach der "Siegerehrung".
Dabei war Williams sogar der langsamere Fahrer. Roy, der bereits bei der Ski-WM 2011 teilgenommen hatte, lag trotz über einer Minute Rückstand auf den Qualifikationsschnellsten deutlich vor Meng-Che Wu aus Taiwan und genau 30 Sekunden vor Williams.
Ursprünglich sollten die Zeiten aus den Qualifikationsrennen für Slalom und Riesenslalom zusammengenommen den besseren Fahrer bestimmen. Aber das fanden die exotischen Skifahrer dann doch zu kompliziert für die Zuschauer. "Und weil Mike heute so viel besser gefahren ist auf der eisigen Piste, haben wir den Cool-Runnings-Cup an den coolsten vergeben", sagte Montillet.
bka/dpa
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