Hamburg - US-Skifahrerin Lindsey Vonn gerät wegen des Medienrummels um ihre häufigen Verletzungen immer stärker in die Kritik. Vor dem Start der Abfahrt bei der Super-Kombination in Garmisch-Partenkirchen äußerte sich nun der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier kritisch zum Medienrummel um Vonns Gesundheitszustand bei der Ski-WM.
"Für mich ist das mit der Zeit lächerlich", sagte Maier dem österreichischen TV-Sender ORF. Unter anderem verstehe er nicht, dass Vonn beim Training eine Jacke unter der Startnummer getragen habe. "Als fairer Sportsmann habe ich meine Zweifel, ob das alles in Ordnung ist und man das draußen akzeptieren kann", sagte Maier.
Wegen Nachwirkungen einer Kopfverletzung stand der Einsatz der 26-Jährigen bei der Abfahrt bis kurz vor dem Start in Frage. Schließlich fuhr Vonn mit 1,70 Sekunden Rückstand ins Ziel und sagte den anschließenden Slalom ab.
Auf ihrer Facebook-Seite präsentiert Vonn Videos von ihrem Sturz und erstattete mehrmals am Tag Meldung über ihren Gesundheits- und Gemütszustand. Schon bei den Olympischen Spielen 2010 hatte Vonn mehrfach in den Medien über eine Schienbeinprellung geklagt, beim Weltcup-Finale in Garmisch-Partenkirchen war es eine Knieverletzung. Am Ende feierte sie meist ein erfolgreiches Comeback.
klu/dpa/sid
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