Skiflug-WM Knapp zehn Meter fehlen Deutschland zu Bronze

Für Deutschland hat es bei der Skiflug-WM im Teamspringen nicht für das Podest gereicht. Ein Patzer im zweiten Springen kostete das Team wohl eine Medaille. Damit bleibt eine Negativserie bestehen.

Richard Freitag
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Richard Freitag


Die deutschen Skispringer um Richard Freitag haben bei der Flug-WM in Oberstdorf eine Medaille im Teamwettbewerb verpasst. Die DSV-Athleten mussten sich nach acht Flügen auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze Titelverteidiger Norwegen, Slowenien und Polen geschlagen geben.

In der Besetzung Andreas Wellinger, Stephan Leyhe, Markus Eisenbichler und Richard Freitag, der im Einzel noch Bronze gewonnen hatte, fehlten am Ende umgerechnet knapp zehn Meter auf den dritten Platz.

"Die Enttäuschung ist extrem groß. Wenn jeder einen halben Meter mehr gesprungen wäre, dann hätte es gepasst", sagte Wellinger in der ARD. Eisenbichler sagte: "Wir waren als Team einfach schlecht, aber davon geht die Welt nicht unter. Wir haben ja noch ein Highlight bei Olympia."

Angeführt von den Top-Athleten Wellinger (226 und 212 Meter) und Freitag (221,5 und 216,5 Meter) lieferte sich Deutschland ein enges Duell mit Polen um Vierschanzentournee-Sieger Kamil Stoch. Im sechsten von acht Sprüngen patzte Leyhe mit einem Flug auf 186,5 Meter und verlor damit fast 20 Meter auf seinen polnischen Gegenpart. Im ersten Sprung war Leyhe noch 200,0 Meter weit geflogen. Weil auch Eisenbichler (200,0 und 210,5 Meter) weiter an Boden verlor, blieb am Ende der vierte Rang.

Norwegens Weltmeisterteam
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Norwegens Weltmeisterteam

Damit bleibt auch eine Negativserie bestehen: Seit Olympia 2002 in Salt Lake City hat das deutsche Team nicht mehr beim gleichen Event eine Medaille im Einzel und im Team geholt. Vor 16 Jahren hatte es in Salt Lake City Silber für Sven Hannawald (Normalschanze) und Gold für die DSV-Mannschaft gegeben.

Norwegen dominierte nach dem Einzelwettbewerb auch das Teamspringen. Die Mannschaft bestand mit Tande, Robert Johansson, Andreas Stjernen und Johann Andre Forfang ausschließlich aus Athleten, die es beim Einzel unter die besten Zehn geschafft hatten. Dank eines starken zweiten Durchgangs war für Verfolger Slowenien unterdessen Silber nicht mehr gefährdet. Ohne den pausierenden Gregor Schlierenzauer blieben die Österreicher um Weltrekordhalter Stefan Kraft chancenlos zurück.

aev/sid/dpa



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